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Quelle: themoviedb.org

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Inhalt

Im Jahr 2020 ist die Welt in eine östliche und eine westliche Nation aufgeteilt. Die westliche Nation wird von einer unbarmherzigen Königin regiert, wohingegen die östliche von der jungen Shiori Genpo regiert wird, deren Eltern ermordet wurden. Um das Erbschaftsrecht der Thronfolge zu erhalten muss sie sich als Junge verkleiden. Der Dämon Sebastian Michaelis steht ihr mithilfe seiner übernatürlichen Fähigkeiten auf ihrem Rachefeldzug zur Seite, jedoch nur dank eines zweischneidigen Vertrags, in dem Shiori ihm seine Seele verkauft.

Kritik

Buchverfilmungen werden von Kennern der Vorlage meist besonders kritisch beäugt und enttäuschen häufig die Erwartungen. Selbiges gilt natürlich auch für Comic- bzw. Mangaverfilmungen. Der Liveaction-Verfilmung von Yana Tobosos sehr erfolgreichen und langjährigen Mangareihe „Black Butler“ begegnen Fans ebenfalls mit Skepsis. Zu Recht?

Setting des Films: Im Jahr 2020 ist die Welt in eine östliche und eine westliche Nation aufgeteilt. Die westliche Nation wird von einer unbarmherzigen Königin regiert, wohingegen die östliche von der jungen Shiori Genpo regiert wird, deren Eltern ermordet wurden. Um das Erbschaftsrecht der Thronfolge zu erhalten muss sie sich als Junge verkleiden. Der Dämon Sebastian Michaelis steht ihr mithilfe seiner übernatürlichen Fähigkeiten auf ihrem Rachefeldzug zur Seite, jedoch nur dank eines zweischneidigen Vertrags, in dem Shiori ihm seine Seele verkauft.

Nun kommen wir zum Setting der Vorlage und damit zum ersten ganz großen Kritikpunkt. Im Viktorianischen England wird einem Jungen aus einer wohlhabenden Familie alles genommen, seine Eltern werden ermordet und sein Zuhause niedergebrannt. Er schließt einen Vertrag mit dem Dämon Sebastian Michaelis und verkauft seine Seele für seine Rache. Sein Name: Ciel Phantomhive, nun mit 13 Jahren Geschäftsführer der Phantomhive Corporation. Er erledigt als „Wachhund der Königin“ die Untergrundgeschäfte der Königin von England.

Viel haben die beiden Settings also nicht gemeinsam. Der Manga hat gerade durch seine detaillierte und wohlrecherchierte Darstellung des Viktorianischen Englands inklusive Kleidung, Gebäude, Einrichtung und Speisen sehr viele Fans. Die im Film dargestellte Welt erinnert eher an Cyberpunk, das Anwesen der Genpos (im Manga wäre es Phantomhive, die Namen wurden aus unerfindlichen Gründen geändert) ist der einzige Ort, der eine Verbindung zur Vorlage schließen kann. Leider sind auch die Kostüme, auf die im Manga sehr viel Wert gelegt wurde, größtenteils schlicht und langweilig.

Dafür sind die Figuren umso besser getroffen. Besonders Hiro Mizushima geht in der Rolle des Sebastian Michaelis auf, auch sein Gesicht passt perfekt. Ciel wirkte im Manga schon absichtlich sehr mädchenhaft, daher ist es auch gar kein Problem, ihn mit einer Frau zu besetzen. Und Ayame Goriki macht ihren Job auch sehr gut. Nur warum der Plot dementsprechend geändert wurde, dass Ciel/Shiori auf einmal wirklich ein Mädchen ist, das bleibt unverständlich. Zwei weitere Butler des Hauses haben eine Rolle im Film spendiert bekommen, nämlich Tanaka und Rin. Finnian und Bardroy existieren im Film nicht. Aber das war zu erwarten, denn wie soll man auch mehr als einen Bruchteil der Charaktere einer mittlerweile 18 Bände umfassenden Mangareihe in einem zweistündigen Film unterbringen. Dafür haben die Kostümdesigner sich besonders bei Tanaka sehr viel Mühe gegeben und ihn wirklich treffend dargestellt. Reis Vorgeschichte wurde leider auch gravierend verändert und dadurch ihre Beziehung zu Shiori größtenteils neu geschrieben.Dahingegen passen Shiori und Sebastian genau wie in der Vorlage zusammen wie Öl und Wasser, ihre gegenseitigen Sticheleien sind sehr amüsant und der Humor teils wunderbar britisch.

Aber trotz all dieser Mängel ist der Film unterhaltsam. Die Actionszenen sind gut choreographiert, auch wenn man durch die Art des Kampfstils von Sebastian kaum auf CGI verzichten konnte. Dafür macht es im Film genauso viel Spaß wie im Manga und im Anime den maßlos überlegenen Black Butler im Kampf zu sehen. Auch die raffinierten Storywendungen und Fallaufklärungen wurden so gut es eben ging aus der Vorlage übernommen. Allgemein erzählt der Film einen spannenden Krimi, der Genrefans gefallen wird.

Fazit

Blendet man die Vorlage aus wird man mit Sicherheit seinen Spaß an „Black Butler“ haben. Für alle, die weder den Manga noch den Anime kennen ist der Film also ohnehin zu empfehlen. Ein spannender Krimi mit trockenem britischem Humor und unterhaltsamen Actionszenen.

Autor: Tobias Kiwitt

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