Ein pragmatischer Besuch wird zu einer bittersüßen Reise zu verdrängten Schuldgefühle, schwelenden Konflikten und unausgesprochenen Hoffnungen in Kat Steppes melancholischem Kino-Debüt. Dessen Titel wird zum Emblem der emotionalen Struktur, welche die Grenze zwischen alltäglicher Routine und einschneidenden Erfahrungen nachfühlt. Dies gelingt besonders in den doku-dramatischen Szenen in einem echten Pflegeheim. Dessen gelebte Kulisse wird zum emotionalen Echo der seelischen Prozesse der Figuren. Zwischen Sachlichkeit und Sentiment fragt die kantige Handlung, was und wie viel des Selbst und Seins Erinnerungen bestimmen.
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