Körperliche, biografische, stoffliche und psychische Einschnitte werden zum vereinenden Motiv Alice Winocours mosaikartigen Mode-Dramas. Dessen übergreifendes Thema ist der weibliche Zusammenhalt in einer Branche, deren Außenwahrnehmung Klischees von Konkurrenzkampf, Eifersüchtelei und Intrigen prägen. Perfektion, Pose und Oberfläche sind die Gegenpole von Wahrhaftigkeit, Persönlichkeit und seelischen Zuständen, denen die intime Inszenierung nachspürt. Close-ups des Schneiders, Schminkens und Stylens lenke die Aufmerksamkeit sowohl auf die Transformation als auch die Arbeit hinter dem Konstrukt makelloser Schönheit. Eine flüchtige Illusion, die wie in der stürmischen Schlussszene schon ein Windstoß davontragen kann.
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