Es gibt Filme, da muss leider unsere Versicherung einspringen. Nicht für den Film, sondern für unsere Autoren, denen manchmal nach einem Film die Ohren, die Nase (wenn es eine draufgab) oder die Augen bluten. Im Falle von Ein Kuss von Béatrice hat unserem Autoren Sebastian Groß das Gehirn geblutet. Fatal! Dafür gab es dann auch nur 2 Punkte:
[...]Dass diese Anstrengung dabei nichts bringt, ist das wirklich katastrophale des Films. Die Figuren werden von der Dramaturgie entweder zu langsam, oder aber so rasch behandelt und geformt, dass die Geschichte niemals wirklich rund wirkt. Das Aufeinandertreffen zweier Frauen, die ein früherer Schicksalsschlag vereint, ist dabei so elendig konform in ihrer Abhandlung, dass es mitunter fast schon wie eine Karikatur wirkt: Dort die lebenslustige aber todkranke Béatrice, dort die vernünftige aber immer irgendwie unglückliche Claire (Catherine Frot, Das Mädchen, das die Seiten umblättert). Wie diese Figuren sich entwickeln ist nicht nur absehbar, sondern in trostloser Weise auch frei von Courage.[...]
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