Erwähnungen
Dave Green, Will Forte und Lana Condor: Interview zu "Coyote vs. Acme"
Von Tiger in "Coyote vs. Acme": Interview mit Dave Green, Will Forte und Lana Condor
am Dienstag, 08 September 2026, 15:01 Uhr
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(Interviewt von Yuliya Mieland )
Anlässlich des Filmstarts von „Coyote vs. Acme“ am 17. September durfte ich Lana Condor, Will Forte und den Regisseur Dave Green interviewen.
Dave, es war ein langer Weg, bis es schließlich möglich war, diesen Film zu veröffentlichen, und ich finde das großartig. Wie glücklich bist du, dass ihr das alles geschafft habt?
Oh ja, wir sind absolut begeistert. Wir alle. Der gesamte Cast und die Crew feiern diesen Moment gerade. Wir können es kaum glauben und sind den Fans so unglaublich dankbar, die uns bis hierher gebracht haben, sich für den Film eingesetzt und sich für uns starkgemacht haben. Und wir sind auch Ketchup Entertainment unglaublich dankbar, dass sie auf die Fans gehört haben und den Film jetzt auf die großen Leinwände bringen. Wir sind mehr als begeistert, wir sind einfach nur glücklich.
Was machst du lieber: mit Menschen oder mit Zeichentrickfiguren zu arbeiten?
(lacht) Es ist wesentlich einfacher, mit echten Schauspielern zu arbeiten, mit denen ich sprechen kann und die mir antworten können. Mit Figuren zu sprechen, die im wirklichen Leben gar nicht existieren, ist ein bisschen schwieriger. Aber es war mir eine große Freude, beides zusammenzubringen.
Lana, wie einfach oder schwierig ist es, mit Figuren zu spielen, die eigentlich gar nicht da sind?
Es ist gar nicht so schwierig. Natürlich gibt es einige Herausforderungen, zum Beispiel sicherzustellen, dass man seine Texte kennt und all diese Dinge. Aber ich glaube, das Schöne am Schauspiel ist, dass man seine Vorstellungskraft einsetzen kann und genau das durften wir bei diesem Film tun. Wir waren aber auch sehr gut vorbereitet. Wir hatten verschiedene Puppenspieler, die uns dabei unterstützt haben. Sie waren unglaublich. Dave Barclay zum Beispiel. Uns standen viele Hilfsmittel zur Verfügung, um etwas, das eigentlich nicht da war, in unserer Vorstellung glaubwürdig erscheinen zu lassen und das hat wirklich Spaß gemacht. Ehrlich gesagt empfand ich es als nicht besonders herausfordernd. Technisch gesehen musste man manchmal einfach darauf achten, dass man sich auf etwas konzentriert, aber was das Schauspiel mit etwas betrifft, das eigentlich gar nicht da ist, benutzt man einfach seine Vorstellungskraft und hofft, dass man ein guter Schauspieler ist.
Wie ist es bei dir, Will? Ist es einfach, mit Figuren zu spielen, die gar nicht da sind?
Nun, ich glaube, das, was Lana angesprochen hat, hat es uns wesentlich leichter gemacht, nämlich, dass ein Puppenspieler dabei war. Dave Barclay war wirklich ein Gamechanger, weil er unsere Vorstellung zum Leben erwecken konnte, wo Wile E. Coyote sich gerade befand und was die anderen Figuren machten. Dadurch wurde es für mich – und ich glaube, für uns alle – viel einfacher. Lana hat ja auch schon Synchronsprecher-Erfahrung, und wenn man Voice-over macht, ist man es einfach gewohnt, auf diese Art zu spielen. Man steht in einer Kabine und spricht lediglich in ein Mikrofon. Man ist daran gewöhnt, Emotionen zu vermitteln, ohne die Person, mit der man spricht, tatsächlich zu sehen. Insofern war es so ähnlich. Und Dave Green, unser Regisseur, war einfach großartig darin, uns wieder auf die richtige Spur zu bringen, wenn wir einmal ein bisschen danebenlagen. Es war eine wunderbare Herausforderung, und sie haben es uns viel leichter gemacht, als es sonst geworden wäre.
Lana, Was ist deine Lieblingsszene?
Oh mein Gott, das hat mich noch niemand gefragt! Was ist meine Lieblingsszene? Okay. Ich bin wirklich zutiefst berührt von der Szene, in der Wile E. Coyote – Wills Auto (Figur: Kevin Avery) – an den Rand der Klippe fährt und ihm eine unglaubliche Lektion fürs Leben erteilt: immer und immer wieder weiterzumachen und es weiter zu versuchen. Und zwar auf eine so extreme Art, indem er sich immer wieder selbst von der Klippe stürzt und es wieder und wieder versucht, bis er es eines Tages tatsächlich schafft, auf die andere Seite zu gelangen. Ich finde, das ist eine wunderschöne Szene. Für mich ist das die Botschaft der ganzen Geschichte. Und der Film vermittelt diese Botschaft so gut und kommt dabei mit so unglaublich wenigen Worten aus. Ich finde, es ist wirklich schwierig, ein Publikum mit so wenig Dialog zu berühren. Für mich ist diese Szene auch tonal sehr wichtig. Sie gibt dem Film auf eine sehr emotionale und herzliche Weise seine Richtung. Deshalb ist das definitiv meine Lieblingsszene. Und dann liebe ich auch John Cenas Szene, in der er mit Tweety spricht. Ich liebe es! Ich fand sie einfach unglaublich lustig.
Dave, wenn du dich entscheiden könntest: Würdest du Road Runner oder Coyote als deinen besten Freund wählen?
Ich würde Coyote als meinen besten Freund wählen, weil ich glaube, dass Coyote einen Freund braucht. Und ich finde, Road Runner ist ein bisschen aufdringlich und es ist vielleicht nicht ganz so einfach, Zeit mit ihm zu verbringen. Ich habe einen unabhängigen Geist, und ich glaube, Coyote hat ebenfalls einen unabhängigen Geist. Deshalb würde ich lieber mit Coyote befreundet sein. Wir sind uns ein bisschen ähnlicher.
Will, dieser Film weckt bei den Menschen nostalgische Gefühle und erinnert sie an ihre Lieblingszeichentrickfilme. Welche Zeichentrickfilme hast du als Kind am liebsten gesehen?
Nun, Looney Tunes war definitiv meine Nummer eins. Ich bin jeden Tag nach der Schule nach Hause gekommen und habe sie angeschaut und samstags habe ich sie natürlich auch immer gesehen. Deshalb war es für mich großartig, Teil dieses Films zu sein. Später wurde ich dann ein großer Simpsons-Fan. Aber bis die Simpsons kamen, drehte sich bei mir alles um Looney Tunes. Und ich möchte noch über meine Lieblingsszene reden. Sie ist ganz am Ende – die Gerichtsszene. Der Film nimmt einen auf eine richtige Reise mit. Er ist die ganze Zeit über lustig, unterhaltsam und voller Leben und dann wurde ich am Ende völlig unerwartet sehr emotional. Ich wusste natürlich, wohin die Geschichte führt, weil ich das Drehbuch gelesen hatte. Aber trotzdem hat mich der Film am Ende wirklich überrascht, wie emotional er plötzlich wurde.
Großartig.
Dave, Lana hat bereits etwas über die Botschaft des Films gesagt. Stimmst du ihr zu?
Ich denke, wir wollten natürlich einen Film machen, der für Familien und Kinder unglaublich unterhaltsam ist – und für all die Zuschauer, die diese Figuren schon seit vielen, vielen Jahren kennen. Gleichzeitig geht es im Kern der Geschichte absolut um Hoffnung, Durchhaltevermögen und Widerstandskraft – und darum, niemals aufzugeben. Ich glaube, Wile E. Coyote ist dafür ein großartiges Beispiel. Als er in Kevin Averys Leben tritt, der von Will gespielt wird, wird die Beziehung zwischen diesen beiden Figuren wirklich zum Herzschlag unserer Geschichte. Und auch Lanas Figur ist auf ihre Weise wie ein strahlender Leuchtturm der Hoffnung. Wile E. Coyote verkörpert Durchhaltevermögen und Beharrlichkeit, während Wills Figur diese Seiten des Lebens gewissermaßen vergessen hat. Und ich hoffe, dass das Publikum am Ende der Geschichte miterlebt, wie sich seine Sichtweise verändert und wie sich seine Einstellung zum Leben weiterentwickelt.
Vielen Dank. Es war schön, mit euch zu sprechen.
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