Mit traumwandlerischer Leichtigkeit, melancholisch-süßlicher Poesie und surrealer Verspieltheit beleuchtet Atlanta aufrichtige Charakterdynamiken, widmet sich dem komplexen Verhältnis zwischen ambitionierten Wunschvorstellungen sowie bitteren Realitätseinschlägen und behandelt dabei auf passend eingefügte Weise soziokulturelle Zustände des aktuellen Zeitgeschehens wie Polizeigewalt, Transgender-Diskussionen oder Social-Media-Trends. Donald Glovers Serienschöpfung trifft mit ihrer einerseits nachdenklichen, introvertierten, andererseits eigenwilligen, verschrobenen Art in dieser ersten Staffel zwar nicht durchgängig alle richtigen Töne, entziehen kann man sich der wunderbar filmischen Qualität dieses faszinierenden, gefühlvollen Kleinods aber kaum.
Redakteur, Teil der Chef-Redaktion
Liebt Film und liebt Kino. Sehr sogar. Schreibt seit (viel zu) langer Zeit News und Filmkritiken bei Moviebreak. Macht beim Tele-Stammtisch außerdem jede Menge Podcasts. Sein Lieblingsprojekt: Schocker mit Schlogger. Ist auch bei Letterboxd und Instagram zu finden.