Großstädtisches Road Movie und Kammerspiel verbindet Assaf ambitioniertes Spielfilm-Debüt, das in der Perspectives Sektion der 76. Berlinale seine Weltpremiere feiert, zu einer einfühlsamen Studie von Identitätssuche, Isolation und intuitivem Verständnis. Der sprachliche Mix aus Arabisch, Hebräisch, Englisch und Deutsch unterstreicht die Rolle der Metropole als metaphorischen Zwischenraum aus biographischer, ideologischer und politischer Ebene, durch den die Figuren navigieren. Maayane Bouhniks Kameraarbeit verleiht den überwiegend nächtlichen Szenen in 4:3-Ratio eine unterschwellige Aura von Wehmut und Verlorenheit, in der politische Klarheit und psychologische Schärfe sich verlieren.