Fluchtgedanken und Existenzkampf einen die auf den ersten Blick gegensätzlichen Protagonistinnen Koxis zeitgenössischer Roman-Interpretation. Deren spöttischer Ton zeigt de facto Wohnungslosigkeit und ökonomisches Ringen jedoch als aberwitziges Abstraktum. Gestus, Stil und Verhalten markieren die vorgeblich prekär lebenden Charaktere klar als Mittelschicht. Dieser Widerspruch zwischen sozialem Status und finanzieller Miere bleibt unaufgelöst. Collagenhafte Struktur, inszenatorische Ironie und skurrile Settings schaffen einige pointierte Vignetten, doch wenig psychologisches Profil. Die konservative Kritik an Semi-Sexdienstleistungen konterkariert den feministischen Ansatz des überzeichneten Debüt-Dramas.
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