Ohne narrative Verankerung driftet Janaína Marques poetisches Experiment zu oft in Selbstreferenz und Sentiment. Magisch-realistische Elemente verwischen die Grenze zwischen tatsächlichen Ereignissen und Wunschdenken, dessen psychologischen Hintergründe vage bleiben. Überzeugend sind dafür die darstellerischen Leistungen, insbesondere Luciana Souzas ruhige Präsenz. Satte Farben geben den schwelgerischen Landschaftsbildern des nordöstlichen Brasiliens und den intimen Interieurs, die zugleich psychische Zustände abbilden, eine organische Haptik. Dezenter Humor und eine unbefangene Annäherung an Vergänglichkeit, auch die des eigenen Körpers, geben der zentralen Mutter-Tochter-Beziehung dennoch milden emotionalen Nachhall.
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