Folk Horror und Body Horror, die beide ein Revival feiern, verknüpft Hanna Bergholm wirkungsvoll in ihrem wirrem, doch nichtsdestotrotz äußert unterhaltsamen Schauerstück. Das überzeugt mehr durch Schauspiel und Atmosphäre als Dramaturgie. Nebenfiguren werden auf halber Strecke komplett vergessen und im unebenen Plot bleiben narrative Widersprüche. Die gravierendsten sind Motivation und Wünsche der Protagonistin, die zwischen zwei gegensätzlichen Weiblichkeitskonzepten zerrissen bleibt. Maske und altmodische Puppentrick-Effekte schaffen dafür plastische Effekte, deren sozialkritischen Subtext sardonischer Witz verstärkt. Ein visuell bestechendes Monster-Mutterschafts-Drama mit blutrünstigen Lachern - wenn auch teils unbeabsichtigt.
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