Untermalt von Roger Goulas sonorem Soundtrack entwirft Grant Gee ein hyperstilisiertes Porträt, das sich sowohl als Abbild des legendären Jazz-Musikers Bill Evans begreift wie auch als abstrahierte Quintessenz eines Schaffens. Dessen spätere Jahre fallen ebenso aus dem bluesigen Bildrahmen wie die schöpferischen Brüche seine Laufbahn. Trotz des überzeugenden Schauspiels bleibt die narrative Verdichtung auch psychologisch verkürzt; gefangen im Trope tragischer männlicher Brillanz. Formale Elaboration wird zum expressiven Ersatz psychischer Differenzierung. Immersive Atmosphäre prallt auf unterkühlte seelische Distanz in einer artifiziellen Apotheose von ephemerer Eleganz.
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