Entsprechend klischeehaft ist deren Darstellung als inhärent ausbeuterisch, gewaltvoll und frauenverachtend. Ähnlich stereotyp sind die eindimensionalen Figuren, die vorrangig Wertkonzepte verkörpern. Ninas Mutter betreibt Coaching von Frauen für Frauen und ist als engagierte Feministin die Antithese Dylans. Dass der schließlich seine Schattenseiten enthüllt, ist ebenso klar wie die Reaktion seines mit dem immer gleichen Softie-Blick in die Kamera schauenden Sohnes. Er ist gemäß des selbstgerechten Szenarios eines der Opfer einer Porno-Industrie, derer sich d’Ansembourg Selbst mit voyeuristischem Blick und ästhetischer Appropriation bedient.