Musikalische Memoire und zärtliches Zeitpanorama verweben sich zu einer metaphysischen Meditation, deren dramaturgische Elastizität zugleich reizvoll ist und inhaltlich mitunter schwer greifbar. Die innere Welt der Figuren, die besonders berührend im Alter von Regisseur Norberto Novais Oliveira und Conceição Evaristo verkörpert werden, wiegt in der mäandernden Handlung schwerer als objektive Wirklichkeiten. Die markante Mischung aus nüchternen sozialen Beobachtungen und mystischen Momenten spiegelt sich auf visueller Ebene in farbintensiven Vergangenheitsszenen gegenüber blassen, optisch ruhigeren Gegenwartsbildern. Emotionale und ethische Substanz überdauert die lose Struktur Des bittersüßen Berlinale-Beitrags.
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