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"Ulysse" - Review

Lidanoir

Von Lidanoir in 79th Cannes Film Festival

"Ulysse" - Review Bildnachweis: © ARP Sélection Centre national du cinéma et de l'image animée (CNC)
Strukturelle Stabilität und ökonomische Sicherheit scheinen in Laetitia Massons seichtem Feel-Good-Familiendrama ebenso selbstverständlich in wie die mütterliche Aufopferung. In deren klischeehafter Idealisierung konstruiert die Regisseurin und Drehbuchautorin ihre eigene heiligengleiche Hommage, in der ihr Sohn als Personifizierung ihres Erfolges eine doppelte Schlüsselrolle spielt. Dass Status und Vermögen über Selbstverwirklichung und gesundheitliche Entwicklung von Kindern wie Ulysse entscheiden, ignoriert die semi-biografische Selbstverklärung. Kitschige Kamerabilder und sentimentaler Soundtrack komplettieren die herzerweichende Hochglanz-Ästhetik, die mit emotionaler Manipulation ihre systempolitischen Scheuklappen übertüncht. 

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