Nicht nur prägnante Charaktere fehlen in Yeon Sang-hos austauschbarem Zombie-Horror, sondern auch die dynamischen Action-Einlagen und chaotischen Kills, die "Train to Busan" aus der Masse an Genre-Kost hervorhoben. Die Splatter Effekte sind solide, doch die mitunter an Ausdruckstanz erinnernden Verrenkungen der mörderischen Meute eher unbeabsichtigt komisch. Obwohl straff inszeniert und ohne unnötige Schnörkel ist der Plot mit über zwei Stunden eindeutig zu lang für das dünne Konzept. Umso weiter das Geschehen fortschreitet, umso deutlicher zeigt sich das repetitive Schema. Gekillt wird hier vor allem die Spannung.