Wenn der Familienvater und Soldat im Zentrum Yuliia Hontaruks militärischen Manifests seine Kriegserfahrungen als etwas beschreibt, das ihn das Leben voll auskosten lässt, bündelt sich darin die ideologische Zwiespältigkeit der dokumentarischen Langzeit-Studie. Knapp zwölf Jahre begleitet die subjektive Kamera gleich eines unsichtbaren Kameraden drei ukrainische Freiwillige beim Kampf gegen die russischen Aggressoren, der sich nach der Heimkehr fortsetzt. Mit der zum heroischen Männerkosmos stilisierten Soldatengemeinschaft verschmelzen die Charaktere zu Symbolfiguren. Der stets greifbare Tod erscheint als ideale Abschluss eines gelebten Heldenmythos, der Trauma mechanisch abschüttelt.