Malerische Landschaftspanoramen verleihen Narghiza Dotieva schlichtem Spielfilm-Debüt, das in der Sektion Asian New Talent in Shanghai Premiere feiert, einen epischen Rahmen. Die Weite der Bergkulisse schrumpft die mitmenschlichen Konflikte des kleinen Ensembles, dem Newcomer und Laien eine naturalistische Atmosphäre geben. Dagegen bewegen sich die prototypischen Figuren nah an konstruierten Stereotypen mit ihren ungelenken Dialogen. Abrupte Wendungen und lose Handlungsfäden erodieren die emotionale Wirkung der unebenen Inszenierung. Dotievas dokumentarische Erfahrung und dramaturgische Ambitionen kollidieren, gleich kollektiven Interessen und staatlichen Ansprüchen auf der Leinwand.
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