In dem Actionfilm Zero - Wettlauf gegen die Zeit, geht es um zwei Amerikaner, die in Dakar, Senegal, mit an die Brust geschnallten Bomben aufwachen, die vor sich hin ticken. Geleitet von einer Stimme am Telefon erfüllen die Männer eine Reihe von gewalttätigen Aufgaben, die schließlich einen weit verbreiteten Protest gegen den westlichen Einfluss in der Stadt auslösen.Wer noch nie im Senegal unterwegs war, der kann hier zumindest einen flüchtigen Blick auf die optischen Genüsse der Hauptstadt Dakar werfen. Regisseur Jean-Luc Herbulot fackelt nicht lange. Er wirft den Zuschauer mitten hinein ins Straßengewirr von Dakar, wo Staub, Hitze und Meeresluft fast greifbar durch die Bilder treiben. Keine lange Erklärung, kein behutsamer Aufbau. Stattdessen ein filmischer Stoß ins kalte Wasser.Die beiden Männer werden von einer anonymen Stimme durch die Stadt dirigiert. Fünf Aufgaben gilt es zu erledigen, jede gefährlicher als die vorherige. Und über allem tickt die Zeit.Was den Film besonders macht, ist weniger die Handlung als das Umfeld, in dem sie stattfindet. Dakar wird hier nicht bloß Kulisse, sondern ein vibrierender Organismus. Märkte, Busse, enge Straßen, politische Spannungen – all das mischt sich zu einem urbanen Pulsschlag, der dem Film seine Energie verleiht. Der Kongolesische Filmemacher und Künstler Jean-Luc Herbulot inszeniert das Ganze mit einem Gespür für Tempo und Atmosphäre, die er gut kennt. Die Kamera bleibt nah an den Figuren, beinahe dokumentarisch, als würde sie im selben Staub laufen wie sie. Gleichzeitig liegt über allem eine politische Spannung, die mehr andeutet als erklärt. Hus Miller (Bombe 1) trägt den Film mit einer Mischung aus Verwirrung, Zorn und Überlebensinstinkt. Man sieht seinem Gesicht förmlich an, wie die Situation langsam in ihm arbeitet. Cameron McHarg (Bombe 2) als Hau drauf, der stille Typ Buddy ebenso tiefgehend wie präsent.
Zero - Wettlauf gegen die Zeit ist ein Film, der hetzt und stresst. Einer, der seine Zuschauer durch eine Stimmung - bis zum Zero jagt. Ziemlich aufreibend. Und typisch Afrika.
Kritik von WilliamWhyler
Gesehen: März, 2026
Wird geladen...