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WilliamWhyler

Kritik von WilliamWhyler

Gesehen: Januar, 2026

Einzig und allein Bill Nighy und die mir unbekannte Jungdarstellerin Bodhi Rae Breathnach trägt diesen Film elegant lässig auf ihren Schultern. Wann immer Nighy im Bild ist, bekommt „Shelter“ so etwas wie Gewicht, einen britisch Accent , ja sogar leise kriminelle Melancholie. Der Rest des Films wirkt dagegen wie ein routiniert abgespulter Actionmechanismus(visuell very british), der sich vor allem auf Jason Stathams verlässliche Leinwandpräsenz verlässt: stoisch, wortkarg, tödlich effizient. Ein ehemaliger MI6-Agent hat sich auf eine abgelegene schottische Insel zurückgezogen, haust in einem Leuchtturm und möchte mit der Welt nichts mehr zu tun haben. Natürlich dauert es nicht lange, bis die Welt ihn findet. Ein ertrinkendes Mädchen, aufgenommen aus Mitgefühl oder Schuld, setzt eine Kette von Zufällen in Gang, die am Ende nur eine logische Konsequenz kennt: Der Lone Wolf muss wieder ran. Der Film überrascht nicht, er bestätigt Erwartungen. Die Dramaturgie folgt bekannten Pfaden, die Figuren sind Archetypen, keine Charaktere. Was Bruce Willis, Liam Neeson oder Gerard Butler in ähnlichen Spätphasen ihrer Karriere bereits mehrfach durchexerziert haben, wird hier noch einmal variiert, aber kaum neu gedacht. Statham selbst wirkt dabei weniger inspiriert als professionell. Er liefert, was man von ihm erwartet, nicht mehr, nicht weniger. Seine Präsenz funktioniert, doch sie bleibt glatt, leider fast seelenlos(muss an seinem Privat Leben liegen). Bill Nighy hingegen genießt jede Szene, um der Geschichte bedeutsam scheinende Tiefe zu geben, sei es durch minimale Gesten oder einen Blick, der mehr erzählt als das Drehbuch vorsieht. Leider bleibt sein Anteil begrenzt. Actionsequenzen gibt es genug, einige davon mit durchaus einfallsreichen Kill-Ideen. Doch selbst diese bleiben isolierte Momente in einem ansonsten vorhersehbaren Ablauf. Shelter ist ein solider B-Movie-Actioner, kompetent inszeniert, ordentlich gespielt, aber ohne bleibenden Eindruck. Unterhaltsam, ja. Notwendig, nein.

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