Das Elende an „The Purge“ und „The Purge 2“ ist nicht etwa, dass das Konzept der Säuberung so viel Sinn macht wie eine Frikadelle auf einer Schokotorte, sondern dass sich die Filme so verdammt ernst dabei nehmen. Mit „Anarchy“ weicht die Horror- und Home Invasion-Ausrichtung des Vorgängers einer actionreicheren Erzählung. Im Klartext bedeutet das, dass jetzt keine maskierten Killer mit Machete und Axt in ein Haus eindringen, sondern ein paar Pechvögel sich von einigen maskierten Killern mit Gatling-Gun und Maschinengewehr durch eine ganze Stadt jagen lassen. Das ist ziemlich uninspiriert inszeniert und wird zusätzlich noch von meinungsprovozierenden Abziehbildern aus dem Billig-Katalog für moderne Gesellschaftskritik torpediert.
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