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Souli

Kritik von Souli

Gesehen: März, 2015

Ein Hoch auf die Zweitsichtung. „World War Z“ ist äußerst sehenswert, als Vertreter des überbordenden Blockbusterkinos sogar fantastisch, weil er es sich noch erlaubt, Fragen unbeantwortet zu lassen und nicht jedes angeschnittene Fitzelchen des Narrativ forciert ausformulieren zu müssen. Die virologische Ursprung jedenfalls wird angenehm kryptisch behandelt, was im nächsten Schritt aber eine inszenatorische Dichte gebärt, die sich wahrlich gewaschen hat. Nur sieben mickrige Minuten benötigt „World War Z“, bis man als Zuschauer zum ersten Mal (und dann auch für gut 30 Minuten) die Luft anhalten muss. Dieses bebende Gefühl von Desorientierung drischt so unvermittelt auf den Zuschauer ein, dass einem die Worte fehlen. Marc Forster inszeniert diese apokalyptische Vision sauber, aber keineswegs klinisch, und all die Effekte stehen niemals nur für sich, jede Impression trägt ein angsterfülltes Inneres mit sich herum, welches sich mit der Zeit auf den Zuschauer überträgt: Ein waschechter Katastrophenfilm, mal brüllend, mal flüsternd, immer plastisch. „World War Z“ ist zudem auch kein in Pathos getränktes Heldenmär, auch wenn er den Klischees einer konventionellen Helden-Dramaturgie selbstredend nicht gänzlich entfliehen kann. Brad Pitt aber spielt auch einen Mann, der die neue (Un-)Ordnung, die globale Panik, schlichtweg akzeptieren muss; der das Scheitern an vorderster Front lernen muss.

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