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Souli

Kritik von Souli

Gesehen: März, 2019

Schwierig zu sagen, wie lange ASSASSINATION NATION seine Gültigkeit als wutschnaubender Kommentar auf die Verrohung unseres Zeitgeists behalten wird. Allerdings ist Sam Levinsons dringlich-atemloses Genre-Potpurri fraglos einer der Filme unserer Zeit –und einer der Filme, die wirklich Wert darauf legen, eine weibliche Perspektive einzunehmen. Mit all den Widersprüchlichkeiten, den Missverständnissen und der Offensivität, die es dafür benötigt. Nachdem innerhalb von sieben Tagen die Social-Media-Profile der Hälfte der Stadtbewohner von Salem gehackt wurden und das intimste Video-, Bild- und Schriftmaterial veröffentlicht wurde, bricht die Hölle in jener Stadt aus, in der es noch vor weniger als 400 Jahren Hexenjagden gab. ASSASSINATION NATION beschreibt eine moderne Hexenjagd und wirkt wie eine stilistische Mischung aus HEATHERS und THE PURGE. Selbstoptimierung, Selbstgerechtigkeit, Heuchelei, Sexualmoral, Erziehungsideale, digitale Abhängigkeit, Lynchjustiz. Amoklauf. ASSASSINATION NATION ist die bitterböse, bisweilen verstörende, inszenatorisch verspielte Gegenwartsabrechnung. Highschool-Film, Rape & Revenge, Home Invasion, Terror-Flic. Ein popkultureller Kreuzzug. Amerikas neuer Alptraum. Immer nah am Puls der Zeit. Wir sind die Waisenkinder der digitalen Revolution.

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