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Monroe

Kritik von Monroe

Am Anfang des Films funktioniert der Horror deutlich besser, weil vieles noch rätselhaft ist.
Die Soldaten betreten die Marsanlage und es gibt:
seltsame Vorfälle
verschwundene Menschen
unklare Bedrohungen
dunkle Gänge und Isolation

Man weiß nicht:
was genau passiert ist
welche Kreaturen dort lauern
wie gefährlich die Situation wirklich ist

Das erzeugt genau das, was ich am meisten mag: ontologische Unsicherheit (10/10).

Isolation und psychologischer Druck.

Die Gruppe ist:
auf einer fremden Station
abgeschnitten von der Erde
von unbekannten Wesen bedroht

Diese Situation erzeugt eine klaustrophobische Spannung, ähnlich wie in anderen Filmen, die mir gefallen.

Die zweite Hälfte: zu viel Erklärung
in der zweiten Hälfte passiert dann etwas, das bei mir häufig an Wirkung verliert:

Der Film erklärt plötzlich ziemlich viel.
Es wird deutlich, dass:

ein Gen-Experiment schuld ist
Menschen zu Monstern mutieren
alles eine wissenschaftliche Ursache hat

Damit verschwindet ein Teil der mystischen und ontologischen Unsicherheit.
Die Bedrohung wird rational.Ja, da hast du eigentlich recht 😄 Deine Beobachtung zu Doom ist ziemlich treffend. Der Film erklärt zwar etwas mehr in der zweiten Hälfte, aber im Grunde bleibt trotzdem vieles nur grob angedeutet.

DENN!

Was der Film tatsächlich erklärt
Der Film gibt nur eine Grundidee:

Auf dem Mars gibt es eine alte außerirdische DNA-Struktur (das sogenannte C24-Chromosom).

Diese DNA verändert Menschen genetisch.

Je nach Persönlichkeit entstehen daraus Supermenschen oder Monster.

Das ist die zentrale Erklärung.
Was trotzdem rätselhaft bleibt
Der Film lässt trotzdem viele Dinge offen:
Woher diese Mars-DNA ursprünglich stammt
Warum sie manche Menschen verstärkt und andere zu Monstern macht
Welche Regeln diese Mutation genau hat
Wie weit die Kräfte eigentlich gehen

Dadurch bleibt eine gewisse Unsicherheit und Mystery bestehen.

Warum mir die erste Hälfte trotzdem stärker vorkommt

Der Unterschied liegt eher im Gefühl der Bedrohung:

Erste Hälfte
dunkle Korridore
unbekannte Kreaturen
isolierte Soldaten
viel Spannung durch Ungewissheit

Zweite Hälfte
mehr Action
mehr Kämpfe
der Fokus verschiebt sich auf den Konflikt zwischen Menschen

Die Mystery-Atmosphäre wird etwas schwächer, auch wenn das Rätsel nicht komplett aufgelöst wird.

Von Horror zu Action

Ein weiterer Punkt:
Der Film verändert seinen Ton.

In der ersten Hälfte ist er eher:
Horror
Mystery
Spannung

In der zweiten Hälfte wird er stärker:
Actionfilm
Monster-Shooter
Kampf gegen Kreaturen

Das ist unterhaltsam, aber für mich weniger atmosphärisch intensiv.

Trotzdem hat Doom genug Stärken:
gutes Sci-Fi-Horror-Setting
starke Atmosphäre am Anfang
brutale Monster
solide Action

Deshalb bleibt er für mich sehenswert, auch wenn er seine stärkste Phase im ersten Teil hat.

Kurz gesagt:
Ich magst die erste Hälfte mehr, weil dort Mystery, Isolation und ontologische Unsicherheit dominieren. Die zweite Hälfte erklärt etwas und wird stärker Action statt Horror.

Kurzer Edit noch,..
und zwar

>>>DIE EGO SHOOTER SZENE :D <<<
ist tatsächlich eine der interessantesten Ideen des Films.

Warum diese Szene so stark wirkt

1. Maximale Immersion
Die Kamera zeigt alles aus der Sicht der Figur – wie im Videospiel Doom oder Doom 3.
Dadurch fühlt es sich an, als wäre man selbst in der Marsstation.

2. Direkter Stress und Druck
Die Perspektive erzeugt:

unmittelbare Bedrohung
keine Distanz zum Geschehen
schnelle Orientierungslosigkeit

Das verstärkt den psychologischen Druck, den du in Filmen besonders magst.

3. Videospiel-Logik
Die Szene funktioniert wie ein Level:

Raum für Raum
Monster tauchen plötzlich auf
Waffenwechsel
direkte Konfrontation

Das passt perfekt zur Vorlage.


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