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Monroe

Kritik von Monroe

Wie man einem Mythos beim Entstehen zusieht – und ihn dabei zerstört

Zorro ist ursprünglich kein Held, sondern ein Gerücht

Eine Silhouette. 

Ein Zeichen im Dunkeln. 

Er funktioniert über Mystik, Geschwindigkeit, Unerreichbarkeit. 

Man weiß nicht, wie er kämpft – nur, dass er immer gewinnt.

Und genau das nimmt der Film ihm.

Das Trainingsproblem

Der Moment, in dem Zorro beginnt, Fähigkeiten zu erlernen, ist der Moment, in dem er seine Aura verliert. Der Film erklärt:

  • woher seine Technik kommt

  • wie lange er trainiert

  • warum er gut ist

Damit wird aus einem Mythos ein Sportler.
Aus einer Legende ein Projekt.

Mystik lebt davon, dass Können nicht rückverfolgbar ist. Sobald ein Film den Weg zum Können offenlegt, ist die Figur entzaubert.

Kampfstil ohne Geheimnis

Statt eines rätselhaften, beinahe tänzerischen Kampfstils wird Zorro zu einem akrobatischen Abenteurer, dessen Moves lesbar, einstudiert und wiederholbar sind. Der Kampf erzählt nichts mehr über die Figur – er demonstriert nur Technik.

Der Stil ist sichtbar, aber nicht bedeutungsvoll.

Mythos braucht Distanz

Zorro sollte nie nahbar sein.
Der Film aber will Nähe, Erklärung, Identifikation. Er zeigt zu viel. Und genau dadurch verschwindet das, was Zorro ausmacht: Distanz.

Ein Mythos, den man vollständig kennt, ist keiner mehr.

und das ist doppelt Schade, den so hat Zorro eigentlich alles, was man für echtes Kino braucht:

Maske

Nacht

Symbol

Bewegung

Stille


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