Da mich actionreiche Spionagefilme à la Bond oder Bourne noch nie vom Sitz gerissen haben, wollte ich mein Glück mal mit einer wesentlich ruhigeren Version versuchen. Zudem haben hier hervorragende Schauspieler im Überfluss so einiges versprochen…
An der Leistung der Schauspieler ist dann auch nach der Sichtung überhaupt nichts auszusetzen, allerdings am Film selbst. Die Handlung von „Dame, König, As, Spion“ wirkte auf mich zu überladen. Die ohnehin schon schwer durchschaubare Story wird durch Zeitsprünge und Tagträumen unnötig verkompliziert. Irgendwann kann man als Zuschauer nicht mehr alle Details und Facetten einordnen, so dass die folgenden Wendungen und Täuschungen oftmals verpuffen. So habe ich die letzten Minuten inklusive Auflösung eher teilnahmslos verfolgt. Nur der guten Schauspielleistungen ist es zu verdanken, dass mich das alles nicht komplett gelangweilt hat.
Alles in allem bleibt der Spionagefilm eine weiterhin von mir ungeliebte Sparte der Filmwelt – egal ob Krawumm oder Köpfchen. „Dame, König, As, Spion“ ist sicherlich kein schlechter Film und sollte von Genrefreunden auch eine Chance erhalten, mir und vielen anderen sind diese zwei Stunden allerdings zu zäh und verschachtelt, als dass sie wirklich Spaß bereiten würden.
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