Der Bocelli-Faktor: Wenn die Opern-Legende den King of Queens rettetWas macht man, wenn die eigene romantische Komödie dramaturgisch völlig auf der Stelle tritt? Man holt sich Italiens größte Stimme zur Rettung. Der viel diskutierte Auftritt von Andrea Bocelli (und seiner Familie) ist zweifellos das eigentliche, kuriose Highlight in „Solo Mio“.Der Star-Tenor schaut hier nicht nur für einen kurzen, netten Cameo-Auftritt vorbei, sondern greift spürbar in die Handlung ein. Der absolute Höhepunkt des filmischen Fremdscham-Kitsches ist erreicht, als Kevin James tatsächlich zu einem Duett mit der Opern-Legende ansetzt. Das ist von James zwar mutig gesungen, wirkt im Kontext der flachen Story aber völlig absurd. Bocelli stiehlt hier jedem gestandenen Schauspieler mühelos die Show – was allerdings mehr gegen das uninspirierte Drehbuch als für Bocellis Schauspieltalent spricht.Fazit: Der Film nutzt Bocellis gewaltige Präsenz schamlos als emotionalen Hebel, um der platten Urlaubs-Romanze eine Tiefe vorzugaukeln, die sie eigentlich gar nicht besitzt. Für Fans des Sängers ein schöner Moment, für anspruchsvolle Cineasten purer Kitsch.Wertung (speziell für diesen Abschnitt): 5 von 10 Punkten (2 Bonuspunkte für Bocellis Stimme)