Von OnealRedux am Mittwoch, 28 Oktober 2026, 18:00 Uhr
Bildnachweis: © Netflix | Motiv von "The Hanging Balloons"
Schwebende Menschenköpfe, tödliche Schlingen und eine Stadt im Ausnahmezustand: Mit The Hanging Balloons hat der japanische Horrorzeichner Junji Ito eine seiner bizarrsten Geschichten geschaffen. Nun soll der Manga als Realfilm auf die große Leinwand kommen. Für das Projekt schließen sich die japanische Filmgesellschaft Toei und das thailändische Produktionsunternehmen 13 Studio zusammen. Regie führt Taweewat Wantha, der bereits mit der erfolgreichen Death-Whisperer-Reihe Erfahrung im asiatischen Horrorkino gesammelt hat. Die Dreharbeiten sind für 2027 geplant.
"The Hanging Balloons": Wenn der eigene Kopf zum tödlichen Verfolger wird
Die Geschichte beginnt mit einem unerklärlichen Phänomen: Über einer Stadt erscheinen riesige Ballons, die wie die Köpfe lebender Menschen aussehen. An ihnen hängen metallene Schlingen, mit denen sie gezielt jene Personen verfolgen, deren Gesichter sie tragen.
Für die Betroffenen entwickelt sich die Situation zu einem aussichtslosen Albtraum. Wer von seinem eigenen Doppelgänger entdeckt wird, muss um sein Leben fürchten. Selbst das Verstecken in den eigenen vier Wänden bietet auf Dauer keinen sicheren Schutz vor den unheimlichen Erscheinungen.
Die Vorlage stammt von Junji Ito, der mit Werken wie Uzumaki, Tomie und Gyo zu den bekanntesten Vertretern des japanischen Horrormangas gehört. Seine Geschichten verbinden alltägliche Situationen mit grotesken Körperveränderungen und zunehmend surrealen Bedrohungen. The Hanging Balloons zählt dabei zu seinen besonders einprägsamen Kurzgeschichten.
Japan und Thailand entwickeln eine neue Interpretation des Manga-Horrors
Für die Verfilmung wird die Handlung von Japan nach Thailand verlegt. Die Produzenten wollen damit eine neue kulturelle Perspektive auf die Geschichte eröffnen, ohne den charakteristischen Schrecken der Vorlage aufzugeben. Regisseur Taweewat Wantha erklärte, dass er sich schon lange eine filmische Umsetzung des Stoffes gewünscht habe.
Das Projekt entsteht als Zusammenarbeit zwischen 13 Studio und Toei. Für das thailändische Unternehmen ist die Verfilmung eine Gelegenheit, seine Erfahrung mit lokal erfolgreichen Horrorproduktionen in eine international bekannte japanische Marke einzubringen. Toei wiederum setzt damit seine Kooperationen mit Produktionspartnern außerhalb Japans fort.
Die Dreharbeiten sollen 2027 beginnen, ein Kinostart ist für 2028 vorgesehen. Eine Besetzung wurde bislang nicht vorgestellt. Ebenso ist noch offen, ob The Hanging Balloons auch in deutschen Kinos erscheinen wird. Für Fans des asiatischen Horrorkinos dürfte vor allem interessant sein, wie die Produktion Junji Itos ungewöhnliche Bildsprache und die schwebenden menschlichen Doppelgänger in Realbilder überträgt.
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