Mit Clayface erwartet DC im Herbst einen ungewöhnlichen Eintrag ins eigene Comicfilm-Universum. Statt eines klassischen Superheldenfilms soll die Geschichte stärker in Richtung Horror gehen und sich um einen der bekanntesten Gegner von Batman drehen. Hinter dem Projekt steht zudem eine ungewöhnliche Entstehungsgeschichte, die nun durch neue Aussagen von Mike Flanagan, Mastermind hinter Horror-Serien wie Spuk in Hill House und Midnight Mass, wieder in den Fokus rückt.
Horror-Experte Mike Flanagan hat den Film noch nicht gesehen
Flanagan war ursprünglich als Autor und zeitweise sogar als möglicher Regisseur von Clayface vorgesehen. Gegenüber CBM erklärte der Filmemacher nun, dass er mit der aktuellen Fassung kaum noch vertraut ist:
„Clayface ist ganz und gar nicht meiner. Es ist James Watkins' Film. Ich habe ein Drehbuch geschrieben, das ich geliebt habe, habe es abgegeben und danach war Schluss. Ich habe ihn noch nicht einmal gesehen. Ich freue mich darauf, ihn zu sehen und herauszufinden, was James daraus gemacht hat.“
Clayface wurde von Regisseur James Watkins gedreht, der zuvor unter anderem den gefeierten Eden Lake sowie das Remake Speak No Evil inszenierte. Für das Drehbuch wurde zusätzlich Hossein Amini verpflichtet, der zuvor unter anderem das Skript zu Drive verfasste. Berichten zufolge erhielt Amini den Auftrag für eine sogenannte „Page One“-Überarbeitung, also eine grundlegende Neufassung statt einer bloßen Überarbeitung einzelner Szenen. In den Credits werden schließlich Watkins und Amini als Drehbuchautoren sowie Flanagan als Autor der Geschichte genannt.
Flanagans Vorbild war "Batman: The Animated Series"
Flanagans ursprüngliches Konzept für Clayface entstand bereits Jahre vor der aktuellen Produktion. Besonders beeinflusst wurde es von der Darstellung der Figur in Batman: The Animated Series. Als konkrete Vorlage diente ihm unter anderem Feat of Clay, eine zweiteilige Geschichte aus der Serie. Die geplante Kinoversion sollte damit stärker auf die Figur selbst fokussieren und als eigenständige Geschichte funktionieren.
Welche Elemente aus Flanagans ursprünglichem Entwurf den Weg auf die Leinwand geschafft haben, ist derzeit nicht bekannt. Seine eigenen Aussagen machen allerdings deutlich, dass er die fertige Fassung nicht als Umsetzung seiner persönlichen Vision betrachtet. Erst mit dem Kinostart wird sich zeigen, wie stark sich der Film von dem Konzept unterscheidet, mit dem das Projekt ursprünglich auf den Weg gebracht wurde.
Body-Horror aus dem DC-Universum: Das ist "Clayface"
Tom Rhys Harries übernimmt die Hauptrolle des Schauspielers Matt Hagen, der nach einem Angriff entstellt ist und nun um seine Karriere fürchtet. Von seinem Team im Stich gelassen und völlig mittellos, wendet sich Matt einer bahnbrechenden neuen Behandlungsmethode zu, die ihn auf wundersame Weise zurück in sein altes Ich verwandelt. Doch völlig unerwartet beeinträchtigt diese Therapie auch seinen Realitätssinn – und treibt ihn in eine zerstörerische Spirale aus alles verzehrenden Rachegelüsten.
Zum weiteren Cast gehören außerdem noch Eddie Marsan, Max Minghella und Naomi Ackie. Hierzulande startet Clayface am 22. Oktober in den Kinos und dürfte zu einen der interessantesten Franchise-Filme des Jahres gehören - sollte Warner hier wirklich das Versprechen einlösen, einen waschechten Body-Horror aus dem DC-Universum abzuliefern.