Aus Westeros sollte eigentlich ein immer größer werdendes Serienuniversum werden. Nach dem Ende von Game of Thrones ließ HBO zahlreiche mögliche Ableger entwickeln – von Jon Snow und Arya Stark bis zu Aegon dem Eroberer. Davon ist aktuell kaum noch etwas übrig: HBO-Chef Casey Bloys hat nun deutlich gemacht, dass neben House of the Dragon und A Knight of the Seven Kingdoms derzeit keine weiteren Serien aus George R.R. Martins Fantasywelt vorangetrieben werden.
Vorerst bleiben nur zwei "Game of Thrones"-Serien übrig
In den vergangenen Jahren befanden sich zahlreiche Ideen zumindest zeitweise in Entwicklung. Dazu gehörten Zehntausend Schiffe, 9 Reisen, Geschichten über Yi Ti und den Untergang Valyrias sowie eigene Projekte für Jon Snow und Arya Stark. Für das Prequel Blutmond mit Naomi Watts wurde sogar eine Pilotfolge produziert, bevor HBO das Projekt stoppte.
Von der einst umfangreichen Planung haben es bislang lediglich House of the Dragon und A Knight of the Seven Kingdoms tatsächlich auf den Bildschirm geschafft. Daran dürfte sich vorerst nichts ändern. Bloys erklärte am Rande der Emmy Awards, dass neben diesen beiden Serien aktuell keine weiteren Game of Thrones-Ableger in Entwicklung seien. A Knight of the Seven Kingdoms soll 2027 mit Staffel 2 zurückkehren.
Aegons Eroberung könnte stattdessen ins Kino kommen
Besonders interessant ist die Aussage mit Blick auf das lange geplante Prequel über Aegon Targaryen. Darin sollte erzählt werden, wie Aegon gemeinsam mit seinen Schwestern Visenya und Rhaenys sowie ihren Drachen Westeros eroberte und die Grundlage für die Herrschaft der Targaryens schuf. The Batman-Co-Autor Mattson Tomlin arbeitete seit 2024 an einer möglichen Serienfassung.
Gleichzeitig entwickelt Warner Bros. jedoch einen Kinofilm über denselben Stoff. Für Game of Thrones: Aegon's Conquest wurde Beau Willimon verpflichtet, der unter anderem an Andor und House of Cards beteiligt war. Bloys' Aussage spricht nun zumindest dafür, dass die Serienversion vorerst keine Priorität mehr besitzt. Endgültig begraben müssen die zahlreichen Westeros-Ideen damit allerdings nicht sein: HBO könnte einzelne Konzepte zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen.