Die einen feiern sie, die anderen verachten sie – und viele wissen nicht einmal, dass es sie gibt: Mockbuster. Dabei handelt es sich um günstig produzierte Filme, die sich mit Titel, Cover oder Grundidee bewusst an aktuelle Hollywood-Blockbuster anlehnen. Ziel ist es, von deren Bekanntheit zu profitieren und vor allem im Heimkino oder auf Streaming-Plattformen Aufmerksamkeit zu erzeugen. Besonders eng mit diesem Filmphänomen verbunden ist die Produktionsfirma The Asylum. Während die Sharknado-Reihe sogar den Sprung in den Mainstream schaffte, sorgten Produktionen wie Titanic 2 bereits allein durch ihre Namen für Gesprächsstoff.
Doku bringt uns hinter die Kulissen der "Mockbuster"
Wie entstehen diese Filme eigentlich? Genau dieser Frage widmet sich die Dokumentation Mockbuster, die das ungewöhnliche Produktionsmodell beleuchtet und zugleich die Geschichte eines Filmemachers erzählt, der sich seinen Traum vom eigenen Spielfilm erfüllen will.
Regisseur Anthony Frith arbeitete zuvor unter anderem mit Werner Herzog zusammen und verdiente sein Geld mit Dokumentarfilmen. Sein eigentliches Ziel war jedoch stets die Inszenierung eines Spielfilms. Da sich der Einstieg in Hollywood als schwierig erwies, suchte er einen anderen Weg und wandte sich an The Asylum. Dort überzeugte er die Verantwortlichen, dass er einen kompletten Spielfilm in nur sechs Drehtagen realisieren könne.
Das Ergebnis trägt den Titel The Land That Time Forgot und erschien 2025 global im Heimkino und jedem gut sortierten Grabbeltisch. Die Dokumentation Mockbuster begleitet den gesamten Entstehungsprozess und zeigt, wie unter großem Zeit- und Kostendruck gearbeitet wird, welche kreativen Kompromisse nötig sind und was hinter den Kulissen solcher Produktionen passiert. Ein erster Trailer deutet auf eine ebenso informative wie unterhaltsame Dokumentation hin. Ein deutscher Starttermin für Mockbuster steht bislang allerdings noch aus.