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Na endlich: Ridley Scott erhält seinen Oscar – aber nicht den, auf den alle gewartet haben

Stu

Von Stu

Quelle: Variety
Bildnachweis: © 20th Century Studios | Behind-the-Scenes von "Alien: Covenant"

Der Regisseur Ridley Scott gehört seit Jahrzehnten zu den prägenden Figuren des internationalen Kinos. Nun erhält der 87-Jährige eine besondere Ehrung der Academy of Motion Picture Arts and Sciences: Im Rahmen der Governors Awards wird ihm ein Ehren-Oscar für sein Lebenswerk überreicht. Auch die Schauspielerin Glenn Close wird in diesem Jahr mit einer Sonderauszeichnung bedacht.

Ein Spätpreis für eine außergewöhnlich lange Filmkarriere

Scott hat im Verlauf seiner Karriere rund 30 Spielfilme realisiert und dabei immer wieder visuelle und erzählerische Maßstäbe gesetzt. Trotz dieser Bilanz blieb ihm eine reguläre Oscar-Auszeichnung für die beste Regie bislang verwehrt. Mehrere seiner Werke wurden erst im Nachhinein als stilprägend eingeordnet, darunter frühe Science-Fiction-Produktionen, die heute als feste Referenzen des Genres gelten.

Die größten Chancen auf die begehrte Trophäe ergaben sich Anfang der 2000er. Während Gladiator im Jahr 2001 den Preis für den besten Film gewann, ging die Regie-Auszeichnung allerdings an für sein Drogendrama Traffic. Auch im darauffolgenden Jahr blieb Scott mit Black Hawk Down außen vor. Mehr als eine Nominierung war nicht drin.

Mit dem nun angekündigten Ehren-Oscar setzt die Academy einen Schlusspunkt unter eine lange, vielfach diskutierte Oscar-Historie. Die Auszeichnung ersetzt keinen Wettbewerbssieg, rückt jedoch das Lebenswerk eines Regisseurs in den Mittelpunkt, dessen Einfluss auf das moderne Kino unbestritten bleibt.

Mehrere der bedeutendsten Regisseure der Filmgeschichte wurden mit einem Ehren-Oscar ausgezeichnet, haben jedoch nie den regulären Oscar für Beste Regie erhalten. Dazu zählen unter anderem Alfred Hitchcock, Stanley Kubrick, Ingmar Bergman, Akira Kurosawa, Federico Fellini, Orson Welles und Robert Altman.

Der Preis wird am 15. November verliehen. Bereits am 27. August startet mit Das Ende der Sterne (OT: The Dog Stars) Scotts neuester Film in den deutschen Kinos.

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