Bildnachweis: © Warner | Werbemotiv zu "Mortal Kombat 2"

Endgegner Box Office: "Mortal Kombat 2" schwächelt – droht das Aus für Teil 3?

von Sebastian Groß

Die Zukunft eines dritten Teils der Videospiel-Adaption Mortal Kombat steht plötzlich deutlich unsicherer im Raum als noch vor wenigen Wochen. Während Mortal Kombat II vor dem Kinostart noch als sichere Fortsetzung eines möglichen Franchise-Ausbaus gehandelt wurde, deutet das aktuelle Einspielergebnis auf eine deutlich verhaltenere Entwicklung hin.

Enttäuschender Kinostart trotz solider Zahlen

Der zweite Teil startete mit rund 63 Millionen US-Dollar an den nordamerikanischen Kinokassen (mehr Details zum aktuellen Box Office gibt es hier) – ein Wert, der für sich genommen nicht katastrophal wirkt, jedoch klar unter den ursprünglich erwarteten rund 80 Millionen US-Dollar liegt. Gerade bei einer Franchise, die langfristig wachsen soll, gilt dieser Rückstand als deutliches Warnsignal.

Hinzu kommt die Dynamik nach dem Startwochenende: Bereits nach zehn Tagen verzeichnete der Film einen Rückgang von etwa 66 Prozent und rutschte auf Platz vier der Kinocharts ab. Diese Entwicklung erschwert es erheblich, die Marke von 100 Millionen US-Dollar im US-Markt zu erreichen. Auch in Deutschland verschwand der Titel bereits in der zweiten Wochen aus der Top Five der Kinocharts.

Sollte sich der aktuelle Trend fortsetzen, würde Mortal Kombat 2 innerhalb der Reihe nur den zweiten Platz der erfolgreichsten Filme einnehmen – hinter dem Originalfilm von 1995, der weltweit rund 122 Millionen US-Dollar einspielen konnte. Damit bleibt der Abstand zu einem wirklich durchschlagenden Franchise-Erfolg spürbar. Für die langfristige Planung ist das ein entscheidender Punkt, denn die Produktion der Reihe gilt als kostenintensiv und ambitioniert. Genau diese Kombination macht die aktuelle Entwicklung für das Studio besonders relevant.

Streaming könnte der Retter vor einem Finish Him sein

Ein dritter Teil war intern bereits seit Längerem in Diskussion und teilweise sogar in Vorbereitung. Doch die aktuelle Performance von Mortal Kombat II könnte diese Pläne ins Wanken bringen. Gerade Studios wie Warner reagieren erfahrungsgemäß sensibel auf schwächer als erwartete Kinoergebnisse, insbesondere bei teuren Action-Franchises. Zwar wurde über kreative Konzepte für einen möglichen dritten Film bereits gesprochen, doch die wirtschaftliche Grundlage wirkt nun deutlich weniger stabil als noch vor dem Start von Teil 2.

Trotz der ernüchternden Zahlen im Kino bleibt ein möglicher Rettungsanker: die digitale und spätere Streaming-Verwertung. Sollte Mortal Kombat 2 dort eine deutlich stärkere Reichweite erzielen, könnte dies die Bewertung des Gesamtprojekts positiv beeinflussen. Ob das jedoch ausreicht, um tatsächlich grünes Licht für einen dritten Teil zu geben, hängt maßgeblich davon ab, wie sich sowohl die Abrufzahlen im Streaming als auch das langfristige Zuschauerinteresse entwickeln.

Aktuell steht die Mortal Kombat-Reihe an einem kritischen Punkt. Während der zweite Teil inhaltlich offenbar auf Zuspruch trifft, bleibt die wirtschaftliche Bilanz hinter den Erwartungen zurück. Für Mortal Kombat 3 bedeutet das vorerst vor allem eines: Unsicherheit statt klarer Fortsetzung.

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Produzent von "Mortal Kombat 2" legt sich mit Kritiker*innen an moviebreak.de

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