Bildnachweis: © Universal | Szene aus "Five Nights at Freddy's"

"Ich glaube nicht, dass mich wirklich jemand mag": Matthew Lillards ehrliche Meinung über sein Comeback in Hollywood

von Sebastian Groß

Matthew Lillard erlebt derzeit eine erneute Phase hoher Sichtbarkeit in Hollywood. Der Schauspieler, der vor allem durch seine Rolle in Scream - Schrei! sowie als Shaggy in den Scooby-Doo-Filmen international bekannt wurde, führt seine aktuelle Beschäftigungslage auf einen breiteren kulturellen Trend zurück. In einem Podcast-Gespräch betonte er, dass nostalgische Strömungen innerhalb der Filmindustrie eine entscheidende Rolle dabei spielen, welche Gesichter heute wieder verstärkt besetzt werden.

Rückgriff auf bekannte Filmzeiten prägt aktuelle Karrieren

Im Gespräch machte Lillard deutlich, dass insbesondere frühere Erfolgsfilme heute stärker wahrgenommen werden als zur Zeit ihrer ursprünglichen Veröffentlichung. Seine Einschätzung dazu formulierte er so:

„Scooby-Doo 1 und 2 sind heute beliebter als sie es je waren, als sie herauskamen. Ich denke, in unserer Branche und im Zeitgeist gibt es eine seltsame Nostalgie, weil sich die Menschen nach früheren Zeiten sehnen.“

Damit beschreibt er eine Entwicklung, in der nicht nur Inhalte, sondern auch Darsteller*innen aus vergangenen Filmepochen erneut an Bedeutung gewinnen. Für ihn ist diese Rückkehr kein Zufall, sondern Ausdruck eines kollektiven Bedürfnisses nach vertrauten kulturellen Bezugspunkten. Seine eigene Karriere sieht er dabei eng mit dieser Bewegung verknüpft. Auch mit Blick auf seine persönliche Wahrnehmung äußerte sich Lillard ungewöhnlich offen. Er sagte:

„Ich denke, deshalb arbeite ich. Ich glaube nicht, dass mich wirklich jemand mag. Die Leute vermissen einfach nur die alten Zeiten.“

Karriereverlauf zwischen Erfolgsdruck und Neubewertung

Rückblickend beschreibt Lillard seine Laufbahn als deutlich wechselhaft. Nach dem zweiten Scooby-Doo-Film hatte er ursprünglich mit einer anhaltenden Karriere auf höchstem Niveau gerechnet, doch die Entwicklung verlief anders als erwartet. Besonders die Phase nach dem kommerziellen Misserfolg des Films markierte einen Wendepunkt, der seine beruflichen Erwartungen nachhaltig veränderte. Er selbst reflektierte diese Zeit kritisch und erklärte:

„Das Gegenteil ist passiert.“

Zudem sprach er offen über seine damalige Haltung gegenüber Ruhm und Rollenwahl:

„Ich war sehr auf den Erfolg dessen fixiert, was ich gemacht habe, auf die Rollen, die ich bekommen habe, und auf diesen Drang, sozusagen berühmt zu sein.“

Auch die Unsicherheit seines Berufswegs thematisierte er deutlich:

„Ich habe gute und schlechte Phasen durchlebt. Ich war zeitweise irrelevant und dachte, ich würde nie wieder arbeiten.“

Neue Rollen und stabiler Aufschwung in Hollywood

Ein erneuter Karriereschub setzte 2023 mit seiner Rolle in Five Nights at Freddy's ein, die ihm neue Aufmerksamkeit in der Filmindustrie verschaffte. Seitdem folgten weitere Projekte in unterschiedlichen Genres, darunter große Franchise-Produktionen und Serienformate. Auch sein Auftritt in Scream 7 katapultierte ihn erneut ins Bewusstsein vieler. Genau wie  Tarantinos öffentliche Aussage, dass er Lillard als Schauspieler nicht schätzt.

Es darf dabei aber nicht verschwiegen werden, dass Lillard im Laufe seiner Karriere in diversen durchaus interessante Filmen mitwirkte. Dazu kann man folgende Titel zählen: Serial Mom, 13 Geister, The Descendants und The Life of Chuck. Dass er anscheinend genau versteht, wie das Geschäft funktioniert, lässt darauf hoffen, dass wir in Zukunft noch viel von ihm sehen werden. 


Möchtest du mehr wissen? Zu viel gespoilert? Justizia greift ein – Gericht verurteilt Website-Betreiber wegen Zusammenfassungen :
Zu viel gespoilert? Justizia greift ein – Gericht verurteilt Website-Betreiber wegen Zusammenfassungen moviebreak.de

Diese Seite verwendet Cookies. Akzeptieren.