Bildnachweis: © Universal | Werbemotiv zu "Der Weiße Hai 4 - Die Abrechnung"

Trash-Klassiker "Der Weiße Hai 4" bekommt Doku zum 40. Jubiläum – neuer Teaser veröffentlicht

von Sebastian Groß

Fan-Dokumentationen erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit. Immer wieder haben engagierte Filmfans bewiesen, dass sie mit Akribie, Sachverstand und echtem Herzblut Werke erschaffen können, die selbst offizielle Studio-Produktionen in den Schatten stellen. Ein Paradebeispiel dafür ist die gefeierte Doku RoboDoc, die den Kultklassiker RoboCop umfassend und kenntnisreich aufarbeitete. Doch Fan-Dokus widmen sich längst nicht nur anerkannten Meisterwerken. Auch berüchtigte Fehlgriffe der Filmgeschichte geraten zunehmend in den Fokus – man denke nur an Troll 2, der dank der Doku Best Worst Movie einen zweiten, unfreiwillig komischen Ruhm erlangte.

Vor diesem Hintergrund überrascht es kaum, dass nun auch Der Weiße Hai 4 - Die Abrechnung anlässlich seines 40-jährigen Jubiläums eine eigene Dokumentation erhält mit dem Titel The Shark That Roared. Passend dazu wurde jetzt ein brandneuer Teaser veröffentlicht, der bereits andeutet, dass sich das Projekt nicht nur mit dem Film selbst, sondern auch mit seinem legendären Ruf auseinandersetzen wird.

Der Tiefpunkt der "Jaws"-Reihe

Der Weiße Hai 4 – Die Abrechnung erschien 1987 und markiert das unrühmliche Ende der einst bahnbrechenden gestarteten Jaws-Reihe und gilt einer der schlechtesten Hai-Trashfilme aller Zeiten. Während das Original von 1975 als Meilenstein des modernen Blockbuster-Kinos gilt, entfernte sich der vierte Teil nahezu vollständig von dessen erzählerischer und handwerklicher Qualität. Die Geschichte um einen scheinbar rachsüchtigen Hai, der die Familie Brody bis in die Karibik verfolgt, sorgte schon damals für ungläubiges Kopfschütteln – und das nicht nur wegen ihrer hanebüchenen Logik.

Technische Schwächen (2018 hat ein VFX-Team den Titel aufgehübscht), unfreiwillig komische Effekte und eine Inszenierung, die eher an ein Fernsehspiel erinnerte, zementierten den Ruf des Films als einer der größten Franchise-Fehltritte der 80er-Jahre. Legendär ist bis heute das Finale, in dem der Hai beim tödlichen Stoß ein Geräusch von sich gibt, das eher an ein brüllendes Raubtier als an einen Meeresbewohner erinnert.

Schlechter Ruf, prominente Namen

Trotz – oder gerade wegen – seines miserablen Rufs ist Der Weiße Hai 4 bis heute fester Bestandteil vieler Worst of-Listen. Dabei war der Cast durchaus prominent besetzt. Neben  kehrte eine Darstellerin aus den Vorgängern zurück, während mit Michael Caine ein späterer Oscarpreisträger an Bord war. Caine selbst kommentierte seine Beteiligung bekanntlich mit trockenem britischem Humor und machte keinen Hehl daraus, dass der Film vor allem ein lukrativer Urlaub gewesen sei.

Die Dokumentation greift genau diesen Mythos auf. Der Name spielt direkt auf das berüchtigte „Brüllen“ des Hais an – nur eines von vielen Details, die in der Doku beleuchtet werden sollen. Regisseur Mike Gencarelli versammelt dafür Fans, Filmschaffende wie  (Sharknado) und  (Kaulitz & Kaulitz) sowie mehrere Beteiligte aus dem Originalfilm vor der Kamera, darunter  (Halloween II -Das Grauen kehrt zurück) und Mario Van Peeples (Heartbreak Ridge). Michael Caine wird allerdings nicht Teil des Projekts sein – eine verpasste Chance, wie viele Fans finden dürften.

Produziert wird die teilweise durch Crowdfunding finanzierte Doku von Kevin Smith (Jay and Silent Bob Reboot), der sich ebenfalls mit eigenen Statements beteiligt und dem Projekt zusätzliche Aufmerksamkeit verschafft. Ein konkreter Veröffentlichungstermin steht noch aus. Fest eingeplant ist jedoch eine Premiere im Jahr 2027, pünktlich zum 40. Geburtstag von Der Weiße Hai 4.

Ebenfalls nicht überall gut angekommen, dafür jedoch kommerziell erfolgreich, war die Netflix-Produktion Im Wasser der Seine, in der Killerhaie Paris unsicher machen. Der Film erhält demnächst ein Sequel. Alle weiteren Infos dazu gibt es hier.

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