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Inhalt

„Wrong Turn 5: Bloodbath“ spielt dieses Mal in einer kleinen Stadt in West Virgina, wo an Halloween das sogenannte Mountain Man Festival stattfindet. Doch unter die vielen kostümierten Partygängern hat sich auch eine Gruppe von Kannibalen gemischt. Und die spielen ihre eigene Version von Trick or Treat.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Sequels erweisen sich nicht selten als falsche Abzweigung, zumindest in den Augen der Betrachter. Trotzdem gibt es sie wie Popcorn im Kino! „Wrong Turn“ ist inzwischen so eine Reihe und man stellt sich die Frage, was beim 52. Teil passiert. Werden die Teenies dann von Hillbilly-Opas mit zu Waffen umgebauten Gehstöcken aufgespießt, von motorisierten und gepimpten Rollstühlen überfahren und mit dritten Zähnen gebissen? Oder haben die „Filmemacher“ eine Idee, um das Problem mit dem Alter zu lösen? Wahrscheinlich finden die mörderisch veranlagten Hinterwäldler in einem der kommenden Sequels in irgendeinem exotischen Land (man muss sich ja steigern), zu dem sie mit einem aus den Bäumen ihres Heimatwaldes gebauten Schiff gelangen, einen Jungbrunnen, der ihnen wieder den frischen Teint eines Mittdreißiger-Hillbillys verleiht. Irgendwas wird ihnen schon einfallen.

Doch all das, was im ersten Absatz fantasiert wurde, ist noch Zukunftsmusik, wir sind ja erst beim fünften Teil … „erst“, wie das klingt. Horrorfilm-Fortsetzungen funktionieren vor allem, wenn sie sich thematisch nicht zu sehr vom Ursprung entfernen. Ist eigentlich so wie beim Essen: Schmeckt einem das neue Gericht, das man im Restaurant um die Ecke mal ausprobiert hat, möchte man nicht, dass es beim nächsten Mal anders zubereitet wird. Manchmal kann Gewohntes auch angenehm sein. Der erste Teil der Wrong Turn-Reihe, damals auch im Programm des Fantasy Filmfests, konnte überzeugen. Gerade im Horror-Genre spricht in solch einem Fall prinzipiell nichts gegen weitere Filme mit den bekannten Killern – was Spaß macht, darf sich auch gern wiederholen. Natürlich will man trotzdem keine 1:1-Kopie sehen. Also muss das Bekannte mit einem Hauch Neuem verbunden werden – kein leichtes Unterfangen.

Was Wrong Turn 5″ richtig macht: die Kills. Was Wrong Turn 5″ falsch macht: das Setting. Es ist aber nach wie vor ein zweischneidiges Schwert. Natürlich kann der Film einen Horrorfan gut unterhalten, weil er in seiner Darstellung der Kills kaum Kompromisse eingeht. Außerdem wurde am Anfang auf durchaus kreative Weise verdeutlicht, um welchen Teil es sich handelt, ohne an der Stelle etwas zu verraten – so konnte man gleich zu Beginn für einen Schmunzler sorgen und punkten. In jedem Fall beweist man einen sympathischen Hang zu fiesen und blutigen Szenen. Und darauf legt der Film auch das Hauptaugenmerk, denn Spannung und Schockmomente gibt es kaum bis gar nicht. Hier werden einfach gorelastige Momente mittels sehr dünnem Storyfaden zu einem blutroten Spielfilm verbunden.

Schade, und etwas zu weit vom Gewohnten entfernt, ist das Setting, das kurzerhand vom Wald (bis auf den Beginn) in ein Stadtszenario mit Fokus auf ein kleines Polizeirevier verlegt wurde. Da passen die Killer mit den unförmigen Gesichtszügen eben nicht so gut hin wie zwischen, hinter und auf Bäume. Übrigens könnte die Truppe auch mal wieder in die Maske: Vor allem der wohl legendärste Wrong-Turn-Killer sieht hier doch sehr merkwürdig aus.

Und zum Abschluss noch eine Randnotiz für Insider: Horrorfilmliebhaber können und werden sich darüber freuen, dass Doug Bradley mit dabei ist, auch wenn man ihn ohne Nadeln im Kopf kaum wiedererkennt. Bradley hat in der legendären Hellraiser-Reihe nicht nur einmal den Pinhead gespielt.

Fazit

Kurzweilig, aber nicht langweilig. Unterhaltsam, aber nicht einfühlsam. Blutig, aber etwas zu mutig (in Sachen Setting). Na gut, lassen wir das und bringen es auf den Punkt: "Wrong Turn 5" ist ein gelungener Genrefilm, der einfach Spaß macht, Sequelmeckerei hin oder her.

Autor: André Gabriel

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