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Quelle: themoviedb.org

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Inhalt

Jacob Jankowski will gerade mit der Examensprüfung in Veterinärmedizin beginnen, da erfährt er vom Unfalltod seiner Eltern. Zurück bleiben nur Trauer und ein Berg an Schulden, ausgerechnet während der schweren Wirtschaftskrise in den 1930ern. Hals über Kopf bricht der Schockierte jegliche Bande zu seinem bisherigen Leben ab. Schließlich landet er in einem Wanderzirkus, in dem er durch seinen akademischen Hintergrund schnell einen guten Draht zu Zirkusdirektor August Rosenbluth (Christoph Waltz) entwickelt. In der bildhübschen Dressurreiterin Marlene (Reese Witherspoon) findet er bald einen weiteren Grund, das neue Leben zu begrüßten – doch die sich anbahnende Liaison bedeutet ein folgenschweres Dilemma: Marlene ist die Frau von August Rosenbluth und dessen wertvollste Attraktion...

Kritik

„I Am Legend“ Regisseur Francis Lawrence wagt mit „Wasser für die Elefanten“ einen Versuch gefühlvolles Kino zu gestalten. Mit an Bord hat er sich Oscarpreisträgerin Reese Witherspoon und "Twilight"-Star Robert Pattinson geholt. Aber auch ein Bösewicht darf nicht fehlen, der hier von Oscarpreisträger Christoph Waltz verkörpert wird. „Wasser für die Elefanten“ basiert auf dem gleichnamigen Bestsellerroman der Autorin Sara Gruens - der historische Roman wurde in über 44 Sprachen übersetzt und weltweit über 3 Millionen Mal verkauft.„Wasser für die Elefanten“ ist ein Film über Zirkus und Manege in der Wirtschaftskrise im Jahr 1931. Der Zirkus hatte immer etwas magisches an sich. Seien es jetzt nun die Tiere oder die Artisten, die einem zum Staunen bringen. Wenn man schon das riesige Zirkuszelt aus der Ferne erblickt, lässt das so manche Kinderherzen höher schlagen. Auch in „Wasser für die Elefanten“ werden so manche fantastische Momente in schönen Bildern eingefangen. Eine nächtliche Fahrt auf dem fahrenden Zug oder der Aufbau des gewaltigen Zirkuszeltes bringen einem diese näher. 

Da in dem Film jedoch das Leben hinter den Kulissen in den Vordergrund rückt, sind es leider weniger Szenen, als zu erwarten waren und demnach ist das etwas enttäuschend. Hier hätte man sich einfach gewünscht, mehr von der Magie zu erleben, die so ein Zirkus mit sich bringt.Der Film beginnt mit einem alten Mann, der seine Liebe zum Zirkus nie verloren hat. Die Gründe dafür lässt er uns wissen, indem er seine Geschichte erzählt und uns in seine Vergangenheit eintauchen lässt. So findet man den angehenden Tierarzt Jacob (Robert Pattinson), der mit einem Autounfall zur Waise wird und sein Heim verliert. Also macht er sich zu Fuß auf den Weg ein neues Leben zu beginnen. Dieser Weg führt ihn zum Zirkus des Zirkusdirektors August (Christoph Waltz).„I don't know if I picked that circus. But something told me that circus picked me.“Schnell begeistern Jacob nicht nur die wundervollen Tiere, sondern auch Kunstreiterin Marlena (Reese Witherspoon), die mit August verheiratet ist. Demnach ist ein Konflikt schon vorprogrammiert.

Die Wirtschaftskrise macht August sehr zu schaffen und er versucht alles mögliche um seinen Zirkus zu retten. Auch wenn August sehr charismatisch sein kann, so geht er dennoch auch über Leichen. Christoph Waltz spielt diese Balance zwischen Charisma und Grausamkeit sehr gut. Zu Anfang findet man ihn meistens noch sympathisch, was aber im Verlauf des Films sich mehr und mehr in Antipathie entwickelt. Das ist die Stärke von Christoph Waltz, die wir auch schon in "Inglourious Basterds" bewundern durften.An seiner Seite ist die zauberhafte Marlena zu finden. Man sieht ihr die Liebe zu ihren Tieren an, während die Liebe zu ihrem Ehemann eher vergeblich gesucht wird. Reese Witherspoon spielt gewohnt gut, aber sie mag in den Film und diese ganze Aura der 30er Jahre nicht ganz reinpassen. Sie hat das Kostüm und das Make Up, aber weiß es nicht zu nutzen. Man wird das Gefühl nicht los, dass es sich bei ihr um einen Kostümball dreht. Das Feeling der 30er Jahre kommt bei ihr einfach nicht rüber, denn dafür wirkt sie zu modern. Zusätzlich wird die Figur nicht gut genug beleuchtet. Ihre Vergangenheit wird zwar angesprochen, aber es bleibt oberflächlich. Selbiges auch bei der Figur Jacob. Kostüme können zwar den Look wiedergeben, die Ausstrahlung dieser Zeit muss jedoch von den Schauspielern widergespiegelt werden. 

Doch darauf wartet man leider vergeblich. Obwohl der Cast viel versprach, war er hier jedoch größtenteils ein Fehlgriff. Dennoch muss man sagen, dass Robert Pattinson nach „Twilight“ hier eine Steigerung aufweist und durchaus als Schauspieler ernst genommen werden kann. Nur fehlen ihm bis jetzt das richtige Händchen für die Filmauswahl. Einzig Christoph Waltz weiß hier wirklich zu überzeugen.Wobei doch nicht nur er, denn ich habe noch die alte Elefantendame Rosie vergessen. Diese schafft es nämlich die Zuschauerherzen im Sturm zu erobern und das nicht ohne Grund. Alles was sich rund um diese Elefantendame abspielt berührt einen. Mit ihr gibt es nicht nur magische, sondern auch traurige und komische Momente. Unter anderem war sie auch das Glück für Jacob im Zirkus bleiben zu dürfen. Denn wie der Zufall es so will ist Rosie nicht amerikanisch, sondern polnisch genau wie -wie sollte es auch anders sein- Jacob. Und wie sollte man Befehle besser wiedergeben und verstehen als in der Muttersprache?

Fazit

Wer hier ein magisches Kinoerlebnis sehen will, wird eher enttäuscht sein. „Wasser für die Elefanten“ ist eine schöne und solide Geschichte, die allein durch Christoph Waltz und Rosie zu überzeugen weiß, jedoch mit den restlichen Figuren sich etwas überschätzt. Das nötige Feeling rund um den Zirkus, die Zeit und die Wirtschaftskrise bleiben leider aus.

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