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Inhalt

US-amerikanischer Horrorfilm mit Kate Beckinsale und Luke Wilson. Nach einem Autoschaden übernachtet das Ehepaar Fox in einem schäbigen Motel. Zur Entspannung schauen sie einen Snuff Film. Bald müssen sie allerdings festellen, dass der Film in ihrem Zimmer gedreht wurde.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Als Liebhaber des Horrorfilms hat man es im Kino aktuell nicht leicht. Das finanziell sehr lukrative Genre lockt seine Zuschauer stetig mit falschen Versprechungen in die Säle und präsentiert dann eine Reihe lieblos zusammengeschusterter Geisterbahn-Szenen, die den Zuschauer als solchen kaum ernst nehmen. Ausnahmen bilden ambitioniertere Projekte wie der brillante Wir oder der sehenswerte Midsommar, der einfache Genre-Film wird im Mainstream-Kino jedoch kaum befriedigend repräsentiert. Dafür muss man schon nach Filmperlen suchen und auch scheinbar untergegangene Filme wieder hervorholen. Motel ist einer dieser bescheidenen und ehrlichen Filme, die man zum Horroctober gerne wieder herauskramen darf. 

Zwischen David (Luke Wilson, Measure of a Man) und Amy (Kate Beckinsale, Total Recall) läuft es alles andere als rosig. Nach dem Tod ihres Sohnes kriselt es gewaltig und die beiden stehen kurz vor der Scheidung. Als wäre das nicht schon genug kommt es auch noch zu einer Autopanne und sie müssen in einem ranzigen Motel unterkommen, in dem sie allen Anschein nach auch noch alleine nächtigen. Als sie eine Videokassette finden, ist der Schock groß: Auf dem Band sind mehrere Snuff-Filme und jeder einzelne scheint sich in ihrem Zimmer zugetragen zu haben. Die Stimmung kippt und der Film entwickelt sich allmählich zu einem fiesen kleinen Horrorthriller. 

Motel setzt dabei überraschenderweise kaum auf harte Gewaltszenen, sondern spielt gekonnt mit ihrer Abwesenheit. Der Film, der sich eindeutig auch als Hommage an Alfred Hitchcock (Psycho) versteht, setzt genau wie dieser viel mehr auf Suspense, selbstredend jedoch ohne jemals an dessen Raffinesse heranzukommen. Auf die 85 Minuten fühlt sich der Film dementsprechend knackig an und ist sich vor allem dessen bewusst, was er sein möchte: Ein kleiner zufriedenstellender Genre-Film, der sich seiner inhaltlichen Leere allzu bewusst ist, nicht über sie hinwegzutäuschen versucht, sondern sich auf seine Stärken verlässt. Und die liegen eindeutig in der dichten und spannungsreichen Atmosphäre, die er kreiert. Nicht nur die verheißungsvolle Stimmung des Motels, sondern auch die hetzerische Panik im späteren Verlauf, weiß er geschickt zu vermitteln. 

Nimród Antal (Kontroll) beweist ein gutes Händchen, wenn es darum geht, Gewaltszenen einzusetzen. Kommt es mal zu Ausbrüchen von Gewalt, wird diese direkt und konsequent vermittelt, sodass der Zuschauer sie fürchten lernt, wenn dann über weite Strecken mit ihrer Abwesenheit gespielt wird. Das hat eine unheimliche Sogkraft und täuscht über den vorhersehbaren und schablonenhaften Plot hinweg, der für sich alleine wohl keinen Blumentopf gewinnen würde. Störend erscheint währenddessen nur, dass Motel seine Charaktere mit einer dramatischen Hintergrundgeschichte ausstattet, ein Versprechen, das der Film zu keinem Punkt einlösen kann, denn die Hintergründe werden wenn nur oberflächlich abgetastet. Das schmälert die Sogkraft der zackigen Inszenierung keineswegs, unterstreicht jedoch den Eindruck, dass Motel leichte - wenn auch einnehmende - Kost ist, die einem in der Retrospektive trotzdem eigenartig leer vorkommt. 

Fazit

"Motel" ist sicher kein rundum gelungener Film: Er hat einen schablonenhaften Plot, eine kaum ausgefeilte Hintergrundgeschichte und ist in seinem Verlauf vorhersehbar. Dennoch erweist er sich als überaus kompetent inszenierter Genre-Film, der nicht zuletzt aufgrund seiner kurzen Laufzeit eine eigene Sogkraft entwickeln kann. Und das ist in Hinblick auf den aktuellen Mainstream-Horrorfilm doch durchaus etwas wert. 

Autor: Maximilian Knade

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