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Inhalt

Auch im dritten Teil der V/H/S Reihe werden wieder mehrere Kurzgeschichten gezeigt:

Ein außer Kontrolle geratener Eiswagen rast durch das nächtliche Los Angeles, verfolgt von der Polizei. In der Hoffnung, vielleicht die nächste YouTube-Sensation zu werden, machen sich Dutzende Teenager auf, um jenes Spektakel oder ähnlich aufsehenerregende Vorkommnisse auf Video festzuhalten. Doch diese Sehnsucht nach Aufmerksamkeit soll ihnen bald selbst zum Verhängnis werden.

Ein Umhang, der einst Houdini persönlich gehört haben soll, verleiht dem Hobby-Zauberer Dante die Fähigkeiten, endlich selbst berühmt zu werden. Doch der Preis, den er dafür zahlen muss, ist hoch.

Der Tüftler Alfonso hingegen hat es endlich geschafft, eine Maschine fertigzustellen, die ein Tor in eine andere Welt hinter den Spiegeln öffnet. Er findet sein Spiegelbild, stellt aber zu seinem Entsetzen fest, dass die Parallelwelt sich auf äußerst morbide Weise von unserer eigenen unterscheidet.

Auf der Suche nach spektakulären Aufnahmen verschlägt es schließlich vier Adrenalinjunkies mit ihren Skateboards nach Tijuana. Alles läuft gut bis der abgelegene Schauplatz ihrer Dreharbeiten zum Mittelpunkt des Rituals eines Mexikanischen Todes-Kults wird.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

V/H/S: Viral zeigt, wie bereits seine Vorgänger V/H/S und S-V/H/S, diverse Horrorepisoden von wechselnder Qualität. Vorab sei gesagt, dass Teil 3 die Regeln der Reihe bricht. Hier wird zwar auch auf „Found Footage“ gesetzt, allerdings werden hier nicht alte Bänder gezeigt, sondern die einzelnen Episoden werden in den Kameraaufnahmen der Rahmenhandlung eingearbeitet. Warum sich für diese Lösung entschieden worden ist, bleibt ein Rätsel. Insgesamt wirkt diese Darstellungsweise eher holperig und unrund. Da wäre eine Kopie der Vorgänger sicherlich die bessere Alternative gewesen. Aber werfen wir einen Blick auf die einzelnen Geschichten;

Fangen wir bei der ersten Episode an, welche die Rahmenhandlung wiederspiegelt. Wer auf diesen Trichter gekommen ist sollte schnellstens drüber nachdenken, ob er als Filmemacher geeignet ist. Die Geschichte ist so hanebüchen und an den Haaren herbeigezogen, dass es weh tut. Zu allem Überfluss ergibt sie weder Sinn, noch fügt Sie sich auch nur ansatzweise in das Konzept des Filmes ein. Warum die einzelnen Episoden also gezeigt werden, entzieht sich jeder menschlichen Vernunft. Klar, hier und da fliegen dem Zuschauer Körperteile um die Ohren, jedoch täuscht dies nicht über die denkbar schlechte Qualität hinweg. Und nicht nur die vollkommene Logikfreiheit nervt. Die Kameraeinstellungen sind dermaßen verwackelt und undeutlich, dass man dem Verlauf nicht folgen kann. Auch führt diese Geschichte zu einem scheinbar bedeutungsvollen Finale, welches der Zuschauer entweder schwer versteht oder sich schlichtweg leer und uninteressant darstellt (vermutlich zweiteres).

Die erste richtige Episode „Dante der Große“ kann sich unterdessen sehen lassen. Zwar werden auch hier die Regeln des „Found Footage“ über den Haufen geworfen, was dem ganzen allerdings keinen Abbruch tut. Mehr als Reportage aufgemacht, sehen wir einen mittelmäßigen Magier, welcher durch Houdinis Umhang eine Macht entfesselt, welcher er selbst nicht gewachsen ist. Man kann über die Kameraführung meckern wie man möchte, allerdings ist die Geschichte temporeich, interessant und spannend erzählt. Da kann man auch über das unlogische und unpassende Ende hinweg sehen. Besonders erwähnenswert sind hierbei die Effekte, welche man so bei einer „Billigproduktion“ kaum erwartet. "Dante der Groß" ist somit klar das Highlight von V/H/S: Viral.

Wie bei der V/H/S Reihe üblich, wird bei jeder Episode einen anderem Filmteam die Möglichkeit gegeben, sich zu verwirklichen. Besonders bemerkbar macht sich dies bei der zweiten Episode. Wo bei „Dante der Große“ das Regelwerk des „Found Footage“ über den Haufen geworden wurde, wird hier das Maximum herausgeholt.  Die Erkundung der Parallelwelt ist interessant und spannend inszeniert. Der Zuschauer ist neugierig, da alles auf eine beunruhigende Weise bedrohlich wirkt. Hier macht die Handkamera sogar mehr Sinn als die herkömmliche Kameraführung. Zwar wird hier nicht die Qualität der ersten Episode erreicht, allerdings macht hier das Zusehen auch noch Spaß. Nur die Effekte sind auf deutlichem Trash-Niveau. Die eingesetzten Handpuppen sind erbärmlich und zerstören zum Schluss hin die Episode. Vielleicht wäre bei den Geldmitteln ein anderer Plot Twist sinniger gewesen.

Die letzte Episode ist einfach nur noch eine Tortur: Die vier Skater sind dermaßen unsympathisch, dass ein möglichst qualvolles Ableben ein Fest für den Zuschauer wäre. Zwar ist dies die Geschichte mit dem höchsten Bodycount und Blutanteil, jedoch täuscht all dies nicht darüber hinweg, dass eigentlich gar nichts stimmt. Wer dachte, dass eine Einbindung von „Go-Pro Helmkameras“ einen interessanten Ansatz geben könnte, wird enttäuscht. Ein hektisches Hin und Herwechseln der Kameraperspektiven lässt den Zuschauer absolut den Überblick verlieren. Tode von Freunden werden abgetan als wären es Fremde und lassen dadurch die Protagonisten noch unsympathischer erscheinen. Warum oder wieso der Todeskult auf einem Skaterpark Rituale abhält, lassen wir mal völlig außer Acht. So ist das eben. Größtes Ärgernis der Episode ist aber das mysteriöse Wesen, welches scheinbar unter dem Skaterpark lebt. Eigentlich baut alles auf ein großes Finale auf, jedoch wird auch hier der Zuschauer enttäuscht. Weder sehen wir das Wesen vernünftig, noch ergibt seine Existenz irgendeinen Sinn für die Geschichte. Es werden lieber Schädel mit Skateboards gespalten… klingt tatsächlich interessanter als es schlussendlich ist.

Was ist nur mit V/H/S: Viral falsch gelaufen? Eigentlich stimmt hier so gut wie nichts. Alleine die Episodenreihenfolge ist ein Ärgernis. Das Highlight an den Start zu setzen ist selten gut. Die letzten Minuten sitzt der Zuschauer nur noch vor dem Film und überlegt, ob er nicht einfach vorspulen soll.  Als „Rausschmeißer“ wären die ersten beiden Episoden besser gewesen. So hinterlässt die Skatergeschichte einen faden Beigeschmack. Merke: Schwach anfangen und stark aufhören; da ist der Zuschauer wohlwollender. Besonders nervend sind allerdings die Einspieler der Rahmenhandlung. Diese nimmt einen viel zu großen Teil der Spielzeit ein und führt ins Nichts. Über die Grundsatzverletzung des „Found Footage“ kann man getrost hinweg sehen, da es in manchen Belangen durchaus Sinn ergibt, hier vom handelsüblichen Regelwerk abzuweichen.

Fazit

V/H/S: Viral ist eine durchwachsene Sache. Zwei Episoden sehenswert, Zwei absoluter Müll. Normalweise würde dies Durchschnitt ergeben, aber der Ärger über die beiden schlechten Episoden überwiegt und zerstört das eigentlich Filmerlebnis. Entweder nur die ersten beiden Episoden schauen und ausmachen oder direkt die Finger von dem Film lassen. Teil 3 überzeugt nur noch die Hardcorefans von „Found Footage“ und der V/H/S Reihe.

Autor: Christian Kühnemann

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