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Inhalt

Nach mehreren schmerzhaften Trennungen hat Gaspard (Nicolas Duvauchelle) der Liebe endgültig abgeschworen. Als er eines Tages am Ufer der Seine die verletzte Meerjungfrau Lula (Marilyn Lima) entdeckt, traut er seinen Augen kaum, eilt ihr jedoch kurzerhand zur Hilfe. Als Lula in dessen Badewanne wieder zu sich kommt, versucht sie, ihren Retter mit einer betörenden Melodie zu töten. Doch im Gegensatz zu anderen Männern scheint Gaspard gegen den Gesang der Sirene immun zu sein. Die beiden entdecken schnell ihre gemeinsame Leidenschaft für die Musik und kommen sich langsam näher. Doch als Gaspard sein Herz wieder zu öffnen beginnt und sich schließlich in Lula verliebt, muss er um sein Leben fürchten: Denn jeder Mann, der sich in die schöne Meerjungfrau verliebt, muss unweigerlich sterben.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Liebe und Leid sind oftmals sehr eng miteinander verwoben und bilden einen Reigen, dem man schwer im Leben entgehen kann. Im Falle von Eine Meerjungfrau in Paris (OT: Une sirène à Paris) von Regisseur und Autor (Jack und das Kuckucksuhrherz) ist es indes sogar Kernstück eines Märchens, welches nicht nur mit schrillen Ideen und Farben daherkommt, sondern sich gleichsam zweier völlig unterschiedlicher Motive nähert: Das Hoffnungsvolle und träumerische und das nihilistische verdammende. Mathias Malzieu geht in seinem ungewöhnlichen Märchen sogar so weit, dass Tod und Leben Seite an Seite die Geschichte vorantreiben. Doch kann solch eine dramatische Erzählweise mit träumerischen Bildern harmonieren? Kann der Film Meerjungfrau Lula (), die unsterbliche Liebe und den in seiner eigenen Welt gefangen Victor () miteinander verbinden, ohne sich selbst zu verlieren? Nun, die Antwort ist leider nur zum Teil.

Im Prinzip offenbart uns Eine Meerjungfrau in Paris ein klassisches Märchen im modernen Gewandt. Allerdings mit dem Unterschied, dass hier Böse und Gut nicht klar verteilt sind, sondern sich eher aus Ereignissen, Umständen und Zufällen heraus ergeben. Die Idee, dass Meerjungfrau Lula die Herzen von Männern – die ihren Gesang hören – zum Explodieren bringt, entpuppt sich dabei wohl als größter Fallstrick. Während hier die Beziehung zwischen Victor und Luna eine ganz besondere Verbindung erhält, ist der Rest des Films dabei tonal etwas verschoben. Dass schlussendlich unschuldige leiden und sterben müssen, ist nur Nebensache, wird niemals wirklich thematisiert und gibt nur der Milena () ihren Nebenstrang der Suche und Rache. Doch genau letzteres will sich niemals gut in den Film von Mathias Malzieu einfügen.

Am meisten brilliert Eine Meerjungfrau in Paris nämlich genau dann, wenn die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen: Wenn Victor die Liebe zur Seite schiebt und zum liebevollen Helfer wird, wenn er ein farbenprächtiges Theaterstück in seinem eigenen Bad inszeniert, oder wenn beide zusammen im sich eigentlich am Abgrund befinden Cabaret Cafe von Camille () das Leben feiern. Schließlich ergeben sich aus der Schieflage im Film dann auch Längen und immer wieder Tempoveränderungen, die sich nicht recht passend anfühlen wollen. Die Liebe bleibt, das Märchen auch und auch das Finale ist träumerisch erhellend auf Zelluloid gebannt. Das dazwischen bringt die Zuschauer*innen aber immer wieder zum Stolpern. Schade, denn Mathias Malzieu hat genau das Esprit, dass den französischen Film so stark macht.

Fazit

"Eine Meerjungfrau in Paris" ist ein farbenprächtiges, fantasievolles und romantisches Märchen, welches das Herz am rechten Fleck hat und gerade durch seine beiden Hauptprotagonisten zu überzeugen weiß. Der Rest fällt aber leider stark ab, ist tonal unausgeglichen und verliert immer wieder einen klaren Fokus. Was bleibt ist ein Film, der nur im Ansatz erahnen lässt, was wir hier hätten erleben können. Schade.

Autor: Thomas Repenning

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