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Wo sich einst Vampire sowie Lykaner gegenseitig bekämpften, herrscht nun eine neue Rasse –  Der Mensch. Denn nachdem die Menschheit von der Existenz der gefährlichen Geschöpfe der Nacht erfahren hat, folgte ein gnadenloser Krieg, der beide Rassen förmlich an den Rand der Vernichtung brachte. Unterdessen wurde die Vampir-Kämpferin Selene (Kate Beckinsale) jahrelang in einem Labor des mächtigen Biotec-Konzerns Antigen gefangenengehalten, um dort an ihrer DNA forschen zu können. Als sie schließlich entkommt, zeichnet sich ein düsteres Bild: Ihr einstiger Geliebter Michael (Scott Speedman) scheint tot, die Menschen, angeführt von Dr. Jacob Lane (Stephen Rea), haben den Krieg gewonnen und ihre stolze Rasse ist nur noch ein Abbild ihrer einstigen Stärke. Bei der Suche nach der Wahrheit über den Verlust von Michael, stößt sie allerdings überraschend auf ihre Tochter Eve (India Eisley), die während ihres Tiefschlafs geboren wurde und eine neue Mischung aus Vampir sowie Lykaner ist. Sie scheint der Schlüssel für die Zukunft zu sein. Jedoch hat Dr. Lane bereits ein Auge auf den neuen Hybrid geworfen, denn nur Eve kann seine düstere Vision Realität werden lassen…

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Eigentlich schien die Underworld-Reihe ihren Zenit schon lange erreicht zu haben. Während 2003 das rabiate wie optisch ansprechende Schlachtengetümmel zwischen Vampiren sowie Lykanern noch ein Fest für jeden Action-Fan darstellte, zeichneten sich bereits beim zweiten Teil Underworld: Evolution im Jahre 2006 leichte Abnutzungserscheinungen ab. Rund drei Jahre später folgte schließlich Underworld – Aufstand der Lykaner, der nicht nur auf das moderne Setting verzichtete, sondern auch gleich auf die schöne Kate Beckinsale, die der Reihe durch ihre kühle wie kämpferische Art zum Ruhm verhalf. Was folgte war eine halbe Katastrophe, die noch gerade so ihr Budget wieder einspielen konnte. Die dramatische Geschichte über die verbotene Liebe zwischen den beiden Rassen, angesiedelt in der grauen Vorzeit, war allenfalls mangelhafter Natur, wodurch sich Kritiker wie Publikum einig waren, dass hier nun das Ende erreicht ist. Jetzt, ebenfalls wieder rund drei Jahre später, folgt mit Underworld: Awakening allerdings doch ein vierter Teil der Reihe. Erneut mit Kate Beckinsale als Selene, sollen dabei die beiden schwedischen Regisseur Måns Mårlind und Björn Stein (Storm, Shelter) der Fantasy-Saga zu neuem Ruhm verhelfen. Während so vor allem optisch eine neue Sprache gesprochen wird, bleibt jedoch inhaltlich alles beim Alten: Der neue Kampf zwischen Vampiren wie Lykanern ist hochstilisierte Fast-Food-Action ohne Substanz oder einer inhaltlichen Fülle.

Angesichts einer dicken Budgetsteigerung (70 Millionen US-Dollar, rund 35 Millionen mehr als beim dritten Teil der Reihe), dem neuen hippen Duo aus Måns Mårlind und Björn Stein sowie insgesamt sechs Drehbuchautoren, war die Katastrophe allerdings bereits abzusehen. So erweist sich die Story von Underworld: Awakening allenfalls als Lückenfüller, um überhaupt noch die vielen Actionsequenzen begründen zu können. Erneut bekämpfen sich Lykaner wie Vampire bis aufs Blut, wieder spielen sich die meisten Szenen im nassen wie dunklen Untergrund ab und auch die Schwachen wie nichts aussagenden Gegner (dieses Mal in Form eines sichtlich gelangweilten Stephen Rea) sind zurück. Natürlich erwartet niemand wirklich eine vielschichtige wie ausdifferenzierte Story mit raffinierten Charakteren, doch gerade das interessante Anfangskonstrukt eines breit angelegten Krieges zwischen Menschen sowie Monstern, wäre hervorragender Stoff gewesen, um die Reihe in eine neue Richtung zu lenken. Doch während dies innerhalb von fünf Minuten bereits abgefrühstückt wird und der Mensch in den Hintergrund gerät, liegt der Fokus bei den restlichen (ziemlich kurzweiligen) 70 Minuten bei Selens Tochter Eve, die eben der Schlüssel zur Zukunft ist. Wo einst so Michael im Vordergrund stand, gibt es so einen neuen Hybriden, der die Aufmerksamkeit des Zuschauers entlocken soll. Der Rest bewegt sich indes in gewohnten Bahnen und erweist sich als relativ innovationslos (abgesehen von einem Hulk ähnlichen Lykaner, der mit seinen Fäusten ganze Gebäude abreißen könnte).

Überhaupt punktet Underworld: Awakening eher im Bereich der Inszenierung sowie Action. Wer über Logikfehler, einer schwächelnden Story sowie blassen Charakteren hinwegsehen kann, wird deshalb deutlich seinen Spaß haben. Denn gerade die neue Videospiel-Ästhetik, die Måns Mårlind und Björn Stein an den Tag legen, weiß durch viele harte und brutale Gefechte zu gefallen. Der vierte Teil erweist sich dadurch als deutlich rauer und schonungsloser, als es noch seine Vorgänger waren. Dieses Mal darf sich Selene regelecht spektakulär gleich durch reihenweise Gegner schießen, kämpfen, schlitzen sowie beißen. Mit viel Kawumm, gibt es so eine Menge Explosionen, viele Slo-Motion-Szenen und glattgebügelte Actiongewitter, die gerade durch ihren Blutfaktor sowie den regelrechten Shooter-Elementen aufzufallen wissen. Zwar erinnert vieles davon an die ebenfalls hochstilisiere Resident Evil-Reihe, doch die höher, schneller, weiter-Thematik dürfte Fans nicht weiter abschrecken. Dies gilt auch für die recht düstere Atmosphäre, die mit einem passenden Gothic-Look punkten kann. Der 3D-Aufschlag erweist sich indes allerdings als deutlich verschenkt. Denn da die Szenerie recht dunkel (mit vielen flackernden Lichtern) daher kommt, ist der Effekt eher anstrengend als gewinnbringend. Einzig die explosiven Actionszenen, können von der Tiefenwirkung profitieren.

Darstellerisch darf unterdessen keine Oscar-Leistung erwarten werden. Einzig Kate Beckinsale, als Vampir-Amazone im Ledermantel, kann durch ihre kühle wie präsente Art überzeugen. Gerade Beckinsale ist es zu verdanken, dass sich Underworld: Awakening nicht komplett als B-Movie im Trash-Gewand entpuppt, der eher in die unteren Regale des ansässigen DVD-Shops gehört. Sie spielt die unnachgiebige Rächerin sowie taffe Kämpferin perfekt, wodurch der Blick stets auf ihr fokussiert bleibt. Dies erweist sich als klarer Pluspunkt, denn gerade die vielen Nebenfiguren zeigen sich teils als Totalausfälle. Weder Stephen Rea, als klischeehafter wahnhafter Wissenschaftler, noch Michael Ealy, als Cop mit leidvoller Vergangenheit, noch Theo James, als engagierter Vampir-Kämpfer, können sich in den Vordergrund spielen. Sei es durch das mangelhafte Drehbuch oder die teils zu sprunghafte Erzählweise, letztlich bleiben alle Auftritte nicht der Rede wert.

Fazit

"Underworld: Awakening" erweist sich als hochstilisierter wie glattgebügelter Actioner, der eher mit seinem Kawumm-Faktor überzeugen will, als mit seiner Story. Für Fans der Reihe sowie schneller, spaßiger und kurzweiliger Action, sollte so der Gang ins Kino nicht schmerzlich ausfallen. Alle anderen sollten angesichts einer dürftigen Story und blassen Charakteren, doch eher etwas Vorsicht walten lassen.

Autor: Thomas Repenning

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