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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Die Moderatorin eines beliebten paranormalen Podcasts wird von furchterregenden Aufnahmen heimgesucht, die ihr auf mysteriöse Weise zugesandt werden.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

“Don’t be afraid of the dark. Be afraid of the silence.”, sagt der Co-Moderator der jungen Protagonistin Ian Tuasons unterhaltsamen Genre-Werk als Catchphrase, die in dem effektiven Erstlingswerk bedrohlich wörtlich zu nehmen ist. Der Mystery Podcast, den die allein ihre todkranke Mutter pflegende Evy (Nina Kiri, Fingernails) und der telefonisch zugeschaltete Justin (Adam DiMarco, Überkompensation) aufnehmen, infiltriert in Form unheimlicher Geräusche ihr Heim. Dort ist sie bald nicht mehr allein mit ihrer Mutter (Michèle Duquet, Kaw), deren Zustand immer beunruhigender wird. Originell ist an dem Ultra-Low-Budget Spukstück im Grunde nur eines.

Das allerdings ist so wirkungsvoll umgesetzt, dass die knapp 85 Minuten des Midnight Movies wie im Flug vergehen. Das Grauen kommt nahezu ausschließlich durch die Klangkulisse, über die sich eine dämonische Bedrohung in Evys Isolation schleicht. Während Justin immer besorgter wird, rationalisiert sie die seltsamen Ereignisse, die sie erst über ihre Kopfhörer und dann in der Wohnung wahrnimmt. Die von Folge zu Folge verstörenderen Audioaufnahmen dokumentieren somnambule Selbstgespräche einer Frau, deren Freund ihre Verhaltensveränderungen aufzeichnet. Wie Evy ist sie schwanger, was eine Lamia-artige Kinderfresserin anlockt. 

Der fragmentarische Subplot um ungewollte Schwangerschaft, klerikale Indoktrination und moralistische Monstermärchen ist die entscheidende Schwäche der Inszenierung. Deren mangelnde Empathie und fundamentalistische Implikationen schaden der Stimmung mehr als die Logikbrüche, sind allerdings ironischerweise auch zu verworren, um eine konsistente reaktionäre Message zu formen. Religiöse Anspielungen bleiben ästhetische Akzente in Gestalt von Kruzifixen, Marien-Statuen und Porzellan-Putten in Evys ehemaligem Kindheitsheim. Dessen creepy Kitsch impliziert verdrängte Traumata und religiösen Fanatismus, die jedoch nie ausgearbeitet werden. 

Evys Vergangenheit bleibt so ominös wie der Zustand ihrer Mutter. Deren Apathie und Justins rein telefonische Präsenz mache Evy zur einzigen Figur des klaustrophobischen Kammerspiels. Dessen Geräusch-Grusel changiert zwischen langsamem Spannungsaufbau und abrupten Scares, die mit kindlichen Ängsten und Ungewissheit. Als akustischer Albtraum, der die psychopathologischen Auswirkungen von Isolation und Paranoia betrachtet, ist die immersive Inszenierung am wirksamsten, wenn sie schaurige Elemente unauffällig ins Gesamtbild gleiten lässt. Durch fast jede Einstellung zieht sich zudem verschenktes Potenzial. Das immerhin lässt auf Tuasons bereits eingeplanten zukünftigen Horror-Beiträge hoffen.

Fazit

Vom Fantasia Fest, wo Ian Tuasons Okkult-Horror im vergangenen Jahr Premiere feierte, schaffte es der Überraschungshit ins Repertoire von A24 und das Midnight Programm des Sundance Film Festivals. Trotz der derivativen Dramaturgie besitzt das mit religiösen und psychologischen Konflikten unterlegte Szenario den Einweg-Unterhaltungswert eines Kreuzworträtsels. Einmal am abrupten Ende angekommen, verliert das Klang-Konstrukt umgehend seinen Reiz. Doch bis dahin ist die schauspielerisch solide Schauer-Mär, die nach den atavistischen Abgründen im Alltag horcht, eine ausreichend spaßige Alternative zu Horror-Podcasts wie der fiktiven Titel-Show.

Kritik: Lida Bach

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