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Als der Ex-Cop Phil (Patrick John Flueger) einen Job als Hausmeister in einem riesigen New Yorker Apartmenthaus findet, sieht es zunächst nach einem Glücksfall für den alleinerziehenden Witwer aus. Er hat eine Bleibe für sich und seine zwei Töchter und kann sich um die Mädchen kümmern. Doch dann verschwinden plötzlich Mieter spurlos, und Phil ahnt, dass etwas Unheimliches in dem labyrinthartigen Haus vor sich geht. Sein Verdacht fällt schon bald auf seinen seltsamen, eigenbrötlerischen Kollegen Walter (Val Kilmer), der in einem Kellerraum okkulte Rituale abhält. Walter zeigt ein beunruhigendes Interesse an Phils Töchtern.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Gute Thriller findet man besonders bei Heimkinostarts nicht gerade wie Sand am Meer und so bekommt man als Zuschauer bereits nach dem atmosphärischen Prolog, der den Film mit einem Paukenschlag beginnen lässt, Hoffnung auf eine unterhaltsame Abwechslung . Hier sitzen der Schnitt, die Stimmung und Suspense zu gleichermaßen - der Zuschauer wird gut in das Geschehen eingeführt. Tatsächlich ist es dem Team rundum Regisseur Stephan Rick (Die dunkle Seite des Mondes) gelungen, diese unheimliche Stimmung über eine gewisse Strecke zu halten, was nicht zuletzt auch an dem Drehbuch liegt, das nie zu viel verrät und Nebencharaktere mit interessanten Hintergründen ausstattet, die stets ein wenig rätselhaft wirken. Die größte Qualität des Filmes ist jedoch der Umgang mit seinem Setting, einem Apartmentgebäude mit verworrenen Kellergeschossen. 

Die Aufnahmen der langen Gänge, mit denen sich die Zuschauer konfrontiert sehen, erinnern stark an Shining und entwickeln auch hier eine gewisse Sogkraft. Die konventionelle Handlung rundum Phil (Patrick John Flueger, Mother´s Day), der sich und seine Töchter vor einem sich im Haus herumtreibenden Übeltäter schützen möchte, funktioniert in der ersten Hälfte aufgrund der dichten Inszenierung recht ordentlich, wird über die Lauflänge hinweg jedoch immer farbloser bishin zu einem wieder wachrüttelnden Twist, der stark an Filme von M. Night Shyamalan (The Village) erinnert, was nicht zuletzt an der Liebe zum Setting und dem Grundton des Werkes liegt.  

Val Kilmer (Batman Forever), der aufgrund einer Kehlkopfkrebsoperation auch im Englischen synchronisiert wird,  macht währenddessen als granteliger "Antagonist" eine gute Figur, jedoch scheitern an dieser Stelle die Regie und das Drehbuch, das seine Falle hier allzu offensichtlich legt. Die Figur ist bisweilen zu überzeichnet und kann ihr Potential nicht entfalten. Eine verschenkte Chance, die zwar ärgerlich ist, aber glücklicherweise von langen Kamerafahrten, die den Verdacht auf etwas Dämonisches lenken, und anderen cleverer eingestreuten Finten ausgeglichen werden kann. Dennoch macht der auf zweckorientierte und auf Effekthascherei ausgelegte Umgang mit der Figur auf das eigentliche Hauptproblem des Filmes aufmerksam. 

The Super nutzt sich über seine Laufzeit stark ab. Der Film atmet sein Setting, aus dem er trotz niedrigem Budget viel herausholt, doch kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass er eigentlich nicht wirklich etwas zu erzählen hat. So bleibt es bei einem zeitweise ordentlich funktionierendem Whodunit-Plot, der den Film nicht über die 90 Minuten hinweg tragen kann. Die Handlung und die Charaktere geben dafür zu wenig her, hier mangelt es an Innovationen, weshalb recht schnell Abnutzungseffekte einsetzen.  Und dennoch - um auf den Beginn der Kritik zu verweisen - bleibt ein Film, der sich von dem Ödland an B-Movies zumindest ein Stück weit absetzt, der versiert ist, Potential hat und im oberen Durchschnitt zu verorten ist. 

Fazit

"The Super" ist ein durchaus versiert inszenierter Genre-Film, der gerade zu Beginn eine einnehmende Stimmung erzeugt, die sich leider über die Lauflänge hinweg abnutzt. Zu innovationslos erscheinen der Umgang mit den Charakteren und die Handlung selbst, die über die Lauflänge hinweg auch nicht von dem tollen Setting getragen werden kann. 

Autor: Maximilian Knade

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