{{ tweet.login }}

{{{ tweet.body | format }}}

Wird geladen...

×
×

Erwähnungen

×

Benachrichtigungen

Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Als zwei inkompetente Trottel damit beauftragt werden, einen reichen Teenager in eine Entzugsklinik zu bringen, gerät ihr eigentlich unkomplizierter Auftrag schnell in gefährliches Chaos.

Kritik

Fast zehn Jahre ist es her, dass Macon Blair mit sein Independent-Debüt I Don't Feel at Home in this Worrld Anymore  auf Sundance the Grand Jury Prize einkassierte. Nach ein paar vergessenswerten TV-Produktionen und dem missglückten Remake The Toxic Avenger hofft der Regisseur und Drehbuchautor augenscheinlich auf einen neuen Karriere-Boost durch das Festival. Dort premiert seine gehässige Mixtur aus Road Movie und Buddy Comedy, deren Titel keine Übertreibung ist. Das Figuren-Trio ist tatsächlich maximal abstoßend, wenn auch auf unterschiedliche Weise. 

Der frisch von seinem Betreuer-Job bei einer christlichen Jugendorganisation gefeuerte Davis (O’Shea Jackson Jr., Criminal Squad 2) ist der gutwillige Trottel. Sein Kollege beim ersten Einsatz für einen Chauffeur-Dienst, der verurteilte Jugendliche in Reha-Zentren bringt, ist der schmierige Slacker Mark (Dave Franco, Hoppers). Die vorprogrammierten Konflikte zwischen den dumpfen Stereotypen sind so vorhersehbar wie ihre wachsende Kameradschaft. Jene ist allerdings bloß fadenscheinige Behauptung des funktionalen Plots. Der schickt beide auf eine von Gewalt und Ekel-Exzessen begleitete Tour mit dem gemeingefährlichen Rich Kid Sheridan (Mason ThamesDrachenzähmen leicht gemacht).

Dessen sadistische Selbstherrlichkeit illustriert eine Kompilation Social Media Clips, die den Sohn ultra-reicher Eltern als eskalierendes Idol feiern. Blairs vulgärer Chaos-Trip ist in der ideologischen Summe die filmische Langform davon. Die krude Story, die Charaktere und Handlungsstränge willkürlich aufgreift und verwirft, zelebriert klassistische Klischees und toxische Tropen ohne jede kritische Subversion oder ironische Überspitzung. Gewalt gegen gesellschaftliche Außenseiter wie Sexworker und Obdachlose wird zum Running Gag. Dessen vorgebliche Komik dient als Rechtfertigung der Entmenschlichung der Unterschicht und Verherrlichung einer durch Status vor Konsequenzen geschützten Elite. 

Fazit

Dass Peter Dinklage in einer Nebenrolle auftaucht, nimmt Macon Blairs aggressiver Alt-Right-Comedy nichts von der Unerträglichkeit, die der Titel verspricht. Der auf Brutalität, Obszönität und Ekel basierende Humor protzt regelrecht mit den rechts-konservativen Ressentiments der wirren Story. Jene zeigt ein beunruhigendes Gespür für den plutokratischen Zeitgeist, der weiße Männer mit Macht und Geld als über Gesetze und ethische Grundsätze erhaben ansieht. Angehörige der unteren Gesellschaftsklassen werden zum grotesken Spektakel degradiert, elitäre Skrupellosigkeit wird idealisiert. Solide schauspielerische Leistungen erstickt Mangel an Figuren-Chemie, dramatischer Entwicklung und narrativer Konsistenz. 

Kritik: Lida Bach

Wird geladen...

×