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So findest du deinen Titel

Einfach einen Titel oder Personennamen eingeben – auch Originaltitel funktionieren.

IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
Die interne Movie-ID direkt einfügen.
Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
Cast: Reeves

Bei Personensuchen erscheinen zuerst die Personen, darunter ihre passenden Filme und Serien.

Wichtig ist das der Name dennoch so komplett wie möglich geschrieben wird, da bei z.b. "Nolan" auch als Vorname existiert.

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Erwähnungen

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Benachrichtigungen

Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Eine Familie, die einen Verlust erlitten hat; ein Freundeskreis, der eine Leere im Herzen verspürt; eine Gruppe von Menschen, die Freude am Quälen haben und im Verrat geübt sind; etliche Familien, die Gewissheit über ihre Kinder suchen – und eine Liebe, die nicht vergeht.

Quelle: themoviedb.org

Kritik

In einer Zeit schleichender Erosion demokratischer Strukturen, nicht nur im Handlungsland Yosep Anggi Noens (24 Stunden mit Gaspar) epischer Adaption Leila S. Chudris Romans, ist dessen herbe Geschichtslektion zugleich retrospektive Reflexion alarmierend aktueller Prozesse. Militaristische Mechanismen und industrielle Korruption untergraben seit Beginn Prabowo Subiantos Präsidentschaft die Umsetzung der Reformbewegung von 1998. In diesem Jahr politischer Umbrüche beginnt die über zweistündige Story mit der Verschleppung des Studenten und Aktivisten Biru Laut (Reza Rahadian, The Most Beautiful Girl in the World), dessen Klarname den Originaltitel liefert. Der generische internationale Verleih-Titel verwischt diese distinktive Wahl.

Verloren geht damit auch deren Hervorhebung des menschlichen Individuums hinter den zahllosen Aliassen, mit denen Laut sich als Verfolgter des Suharto-Regimes tarnt. Schon bevor die Militär-Diktatur ihn gewaltsam verschwinden lässt, „im Bauch der Erde“, wie es seine Stimme aus dem Off beschreibt, muss Laut aus eigener Initiative um seiner Sicherheit Willen und der seiner Familie untertauchen. Das wiederkehrende Motiv des Wassers, in dem er gleich eines Ertrinkenden treibt, ist entlegene der Suggestion des englischsprachigen Titels kein Synonym des realen Meeres.

Eher ist es symbolischer Verweis auf die Abgründe eines menschenverschlingenden Systems, gegen das Laut als junger Student mit seinem Freundeskreis kämpft. Diese Ära organisierten Widerstands, der insbesondere von jungen Menschen und Studierenden ausging, steht im Zentrum der 1991 ansetzenden Haupthandlung. Laut, der aufgrund der kommunistischen Überzeugungen seines vom Regime geblacklisteten Journalisten-Vaters (Arswendy Bening Swara, Ghost in the Cell) bereits skeptisch beäugt wird, schmuggelt verbotene Bücher in die Diskussionsgruppe der engagierten Kinan (Dian Sastrowardoyo, Gadis Kretek). Beider Liebe entfaltete sich als epische Romanze zwischen Gefahr und Freiheitsdrang. 

Das klingt nicht nur pompös, sondern ist es auch auf Batara Goempars Hochglanzbildern, deren dezent entsättigte Optik den dramatischen Ereignissen einen eleganten Retro-Stil verleiht. Tragische Momente werden elegisch verklärt und romantische Annäherungen verzuckern die süßlichen Töne Ofel Obajas Soundtrack. Ahmad Zulkarnaens Produktions-Design liefert zu diesem Vintage-Look einen kongenialen Hintergrund, in dem Interieurs eine Spur zu perfekt aussehen und Requisit zu neu. Das hochemotionale Schauspiel des namhaften Ensembles orientiert sich an dieser Aura cineastischer Grandeur, der die harsche Realität melodramatisch entrückt. 


Fazit

Hochglanz-Epos und harter Realismus, herzergreifende Romantik und politische Prägnanz, mythische Heldensaga und pragmatisches Protestkino: Yosep Anggi Noens imposantes Drama um Liebe und den unerschrockenen Kampf für Demokratie will alles auf einmal und übernimmt sich mitunter genauso wie mit der formalen Wechselhaftigkeit. Ein Übermaß an Stilmitteln untergräbt die Authentizität und Gegenwartsbezüge der elliptischen Inszenierung. Stärker als deren schwelgerische Liebesgeschichte wirken die wenigen Minuten vor dem Abspann, die echte Nachrichtenbilder und Archivmaterial der Studentenproteste und Polizeigewalt zeigen: gesellschaftliche Narben, deren Heilung unsicher scheint. 

Kritik: Lida Bach

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