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Arthur Bishop (Jason Statham) ist ein sogenannter Mechanic. Ein Profikiller, der für Geld jeden beliebigen Auftrag annimmt. Meist sollen hierbei Leute verschwinden, bei Unfällen ums Leben kommen oder schlichtweg eliminiert werden. Eines Tages bekommt er jedoch den Auftrag seinen ehemaligen Mentor und Freund Harry McKenna (Donald Sutherland) auszuschalten. Nach anfänglichem zögern, zieht er den Job durch. Als er danach auf Harrys Sohn Steve (Ben Foster) trifft, gerät seine perfekt geplante Welt aus den Fugen. Um Steve vor dem Abgrund der Rache zu bewahren, nimmt er ihn unter seine Fittiche. Er bildet ihn aus und weiht ihn in die Techniken des Tötens ein. Dass jedoch Arthur seinen Vater auf dem Gewissen hat, weiß er indes nicht. Ein tödliches Katz- und Mausspiel beginnt…

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Das Mysterium des Auftragskillers hat seit den Film Noir Zeiten nichts von seiner Faszination eingebüßt. Im Gegenteil, spätestens seit Luc Bessons Léon – Der Profi ist dieses Sub-Genre absoluter Kult. Doch auch in den 70ern waren die Geschichten über den einsamen Wolf, der eiskalt seinen Job nachgeht, eine Nummer für sich. Allen voran Charles Bronson, der mit Kalter Hauch einen absoluten Klassiker hervorbrachte. Als ruhiger gelassener aber ebenso tödlicher Arthur Bishop, brillierte Bronson einmal mehr in seiner Paraderolle als Wortkarger Killer. Nun kommt unter der Regie von Actionspezialist Simon West ein Remake des Stoffes in die Kinos, wobei die Urgeschichte des Mechanic zeitgenössisch aufgearbeitet wurde. Zusammen mit  Jason Transporter Statham und Ben Foster, kreiert er so einen rasanten Actionfilm mit Starbesetzung, der jedoch an den Charme eines Bronson nicht heranreicht.

Regisseur Simon West setzt bei The Mechanic von Anfang an auf eine rasante Inszenierung der Geschichte, die sich deutlich vom Original abgrenzt. Dies ist auch nicht verkehrt, immerhin war Kalter Hauch ein wirklich gemächlicher Thriller, der mehr von seinen psychologischen Aspekten lebte, als durch präsentierte Action. Dass West diese Einblicke in die Psyche jedoch vollkommen ignoriert, ist dennoch ein großer Schwachpunkt. Denn obgleich in Sachen Action und schnell geschnittenen Bildern West klar die Nase vorn hat, kann er seine Charaktere zu wenig mit Leben füllen, sodass diese deutlich zu Blass bleiben. Während Bronson als Arthur Bishop bei klassischer Musik, rauchender Pfeife und Lagerfeuer seine Morde plant, werden Statham nur ansatzweise solche Szenen gegönnt. Im Bezug auf das planen direkt, geht West ebenfalls einen deutlich anderen Weg als dies noch Michael Winner im Original tat. So werden erst die Attentate ausgeführt und danach der Plan offenbart. Ein interessanter Ansatz, der für Spannung sorgt. Überhaupt sind die durchgeführten Aktionen der beiden Killer voller Überraschungen sowie von wirklich ausgefallenen Ideen geprägt. Hierbei konnte Drehbuchautor Lewis John Carlino, der auch schon das Skript für die Bronson-Version verfasste, einmalmehr sein Können unter Beweis stellen.

Wie schon Kalter Hauch, schafft es auch The Mechanic allerdings nicht, die Verhaltensweisen der beiden unterschiedlichen Charaktere in Einklang zu bringen. Zwar wirkt die Figur des Steve dieses Mal deutlich nachvollziehbarer und wird brillant von Ben Foster gespielt, dennoch schaffte es Regisseur Simon West nicht, den Übergang von Bishop als Einzelgänger hin zum Mentor überzeugend darzustellen. Die fehlende Tiefe der Figuren, macht dies sogar noch offensichtlicher. Allerdings schafft es West an einigen Stellen, den Charme des Originals kurzzeitig aufleben zu lassen. So entsteht zwischendurch sogar eine gemächliche Spielart, wie es schon das Werk 1972 auszeichnete. Doch umso mehr sich die Geschichte dem Ende neigt, umso mehr verlässt West diesen Weg. So verwandelt sich eine ruhige Erzählart, in ein scheinbares Massaker à la Jason Statham. Von Anfang an wird Bishop als kühl planender Killer präsentiert, der plötzlich im Finale dies über den Haufen wirft, improvisiert und  so Züge eines Transporters annimmt. Zwar wird hier in Sachen Action einiges aufgefahren, wirkt aber im Vergleich zum Rest des Films aufgesetzt und fehl am Platz. Dennoch sind diese gewohnt hervorragend inszeniert und können besonders zum Ende hin für einige rasante Szenen sorgen, die passend mit rockigen Klängen untermalt werden. Von blutigen Shootouts, bis hin zu schnellen bleihaltigen Verfolgungsjagden ist hierbei alles dabei, was das Genre-Herz begehrt. Ein großer Knackpunkt ist indes noch der Schlussakt, der anfangs klassisch gezeigt wird, schlussendlich aber vollkommen inkonsequent wirkt.

Eines der großen Fragen bei einem Remake sind neben Story und Inszenierung auch die darstellerischen Leistungen. Charles Bronson oder Jason Statham, wer gewinnt das Duell? Hier gibt es einen klaren Sieg für das lockerleichte Schauspiel von Bronson, der in seiner Darstellung des  Arthur Bishop stets cool sowie authentisch wirkte. Statham hingegen liefert eine routinierte Leistung ab, die aber komplett austauschbar gegenüber seinen früheren Filmen wirkt. Ein wenig mehr Mimik oder Gestik hätte hier nicht geschadet. So ist es dann auch kein Wunder, dass Kollege Ben Foster den Actionstar komplett an die Wand spielt. Foster ist in seiner Darstellung des gebrochenen und verzweifelten Steve gegenüber jedem Zweifel erhaben. Gekonnt spielt er die Rolle auf der einen Seite schwach, auf der anderen stark, und größtenteils selbstzerstörerisch. Hiermit knüpft er mit Leichtigkeit an seine bisherigen Leistungen an. Donald Sutherland zeigt sich als alternder Lehrmeister Harry trotz kurzer Spielzeit von seiner besten Seite und beweist so, dass er noch lange nicht aus dem Spiel ist.

Fazit

Trotz vieler interessanter Ideen, ist "The Mechanic" keine Runde Sache geworden. Zwar kann Regisseur Simon West mit gut inszenierter Action punkten, macht jedoch zu viele Fehler im Bereich der Story und Charaktere, sodass der Action-Thriller weit ins Mittelfeld abrutscht. Selbst ein brillanter Ben Foster kann hier das Ruder nicht mehr rumreißen. So verliert West ganz klar den Kampf gegen "Kalter Hauch" und Charles Bronson, der zwar auch nicht perfekt ist, doch mit seinem Charme noch heute überzeugen kann.

Autor: Thomas Repenning

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