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Wenn es darum geht ein Ding in kürzester Zeit, sowie absoluter Perfektion durchzuziehen, dann ist die Gruppe aus Gordon Jennings (Idris Elba), A.J. (Hayden Christensen),  Jesse Attica (Chris Brown), Jake Attica (Michael Ealy) und John Rahway (Paul Walker) unschlagbar. Schnell, präzise und hochprofessionell führen sie ihre Raubzüge durch. Durch einen kürzlich geglückten Coup von über zwei Millionen Dollar, ist erst mal feiern angesagt. Als jedoch ihr alter Kamerad Ghost (Tip „T.I. Harris) aus dem Gefängnis entlassen wird, herrscht sofort eine andere Stimmung. Ghost hat dem Team einen Deal vorzuschlagen und einen Raub, den die fünf kaum ablehnen können. 25 Millionen Dollar warten darauf geholt zu werden. Währenddessen nehmen die beiden Cops  Jack Welles (Matt Dillon) und Eddie Hatcher (Jay Hernandez) die Spur auf, um die Bande für ihr letztes Ding hinter Gittern zu bringen. Die Sache ist deutlich zu heiß, doch das Geld zu verlockend…
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Noch ein letztes ganz großes Ding drehen. Den letzten Coup fahren und sich dann mit einem Haufen Geld in die Karibik absetzen.  – Diese Zutat bildet die Grundlage für eine ganze Reihe von sogenannten Heist-Movies, die schon seit jeher ein sehr populäres Thema in Hollywood waren und es immer noch sind. Zuletzt bewies dies Ben Affleck mit seinem ambitionierten Gangster-Thriller The Town.  Doch alle diese Filme müssen sich immer noch mit dem König des Genres messen lassen und dies ist unangefochten das dramatische Meisterwerk  Heat von Michael Mann aus dem Jahr 1995. Während jedoch Ben Affleck durchaus eigene Akzente mit seinem Film setzen kann, schafft dies Regisseur John Luessenhop mit seinem derzeitigen Projekt Takers nicht. Zu sehr kupfert der Regisseur vom offensichtlichen Vorbild ab und versäumt es so, einen eigenen interessanten Ansatzpunkt zu finden.

Das geistige Vorbild von Takers ist zu jeder Zeit klar erkennbar. Zu sehr versucht Regisseur Luessenhop den Genre-König Heat zu imitieren. So verläuft die Geschichte auch relativ klassisch ab. Auf der einen Seite werden die kühlen, intelligenten und gnadenlosen Gangster gezeigt, die sich auf dem Coup ihres Lebens vorbereiten. Auf der anderen Seite gibt es aber auch zwei Polizisten, die alles daran setzen, die Gruppe zu schnappen. Dabei werden die typischen Klischees des Genres, bis auf das äußerste strapaziert. Nur selten gelingt es Regisseur Luessenhop, wirkliche Überraschungen bei der Story zu präsentieren. Zusätzlich sorgen einige Längen in der Mitte dafür, dass man zwischenzeitlich das Interesse verliert. Erst zum Schluss hin, nimmt  Takers noch einmal richtig an Fahrt auf, um dann zumindest bis zum Finale sich von seiner spannenden Seite zu zeigen. Spätestens hier zeigt sich jedoch, dass eine ganz spezielle Zutat fehlt und dies sind starke nachvollziehbare Figuren.  Die Charaktere leiden neben einer Eindimensionalität, an Blässe und deutlichen Klischees. Zwar bekommen vor allem Gangster Gordon Jennings und Polizist Jack Welles ein deutliches Profil, allerdings auf Kosten aller anderen Rollen. Kommt es dann zum finalen Shoot-Out, kann man sich als Zuschauer nicht auf eine Seite stellen, da einfach die tiefe Bindung fehlt.

Was Takers vor einem kompletten Desaster bewahrt, ist jedoch die perfekte Inszenierung. Sei es der Raubüberfall selbst, Verfolgungsjagden, verschiedene bleihaltige Gefechte oder die Präsentation von prunkvollen Häuserschluchten. Alles wirkt in sich stimmig und wird mit spielerischen Kameraeinstellungen eingefangen. Besonders die Action-Szenen sind gelungen. So kommen neben Zeitlupeneffekten, auch Rauch- und Lichteffekte zum Einsatz, die die Feuergefechte in spannende Duelle verwandeln. Zwar an der einen oder anderen Stelle übertrieben, sorgen diese Szenen aber dafür, dass sich Takers wie ein spaßiger Action-Film anfühlt. Auch eine zehnminütige Verfolgungsjagd mit Matt Dillon und Chris Brown, sorgt für genug Adrenalin, um die vorangegangen Längen zu vergessen. Chris Brown selbst, der zuletzt nur negativ Schlagzeilen produzierte, übte vor dem Dreh hart Kampfsport und Parcours, um so die Jagd so spannend wie möglich zu gestalten. Das Ergebnis lässt sich sehen, zwar wird Brown an einigen Stellen gedoubelt, doch die Illusion ist perfekt. Zusätzlich sorgen eine glasklare Soundkulisse, sowie ein passender Score für die entsprechende Untermalung.

Was Takers an Schauspielern aufbietet, kann sich schon sehen lassen. Da allerdings vielen der Figuren kaum Aufmerksamkeit geschenkt wird, sind die Leistungen eher durchwachsen. Am besten präsentieren kann sich noch Matt Dillon als Polizist Jack Welles. Sein Charakter ist zwiegespalten zwischen Loyalität gegenüber Job, Familie und Freunden, sowie der exzessiven Jagd nach den Verbrechern. Diesen Drahtseilakt, schafft er spielend. Neben Dillon schafft es dann nur noch Idris Elba, als Gangster Gordon Jennings, sich gut ins Spiel zu bringen. Alle anderen Figuren bleiben hinter diesen beiden zurück und können nur ab und an etwas von ihrem Können zeigen. Paul Walker, als eiskalter John Rahway, spielt seine Figur ohne klare Highlights. Chris Brown punktet als Jesse Attica mit sportlichem Einsatz, ist sonst aber weit entfernt davon, eine gute Leistung abzugeben. Hayden Christensen hat als AJ. zwar eine der interessantesten Rollen bekommen, hat aber kaum Gelegenheiten sich in dieser zu bewegen. Ebenfalls hat Michael Ealy als Jake Attica, kaum Zeit, irgendwelche Akzente zu setzen. Die Nebenrollen hat es noch schlimmer getroffen. Avatar und Star Strek Star Zoe Saldana, kann sich als Rachel nicht mal ansatzweise in Szene bringen.

Fazit

Regisseur John Luessenhop hat mit "Takers" den ganz großen Coup nicht landen können. Zwar stimmt die Inszenierung der Gangster-Action, doch durch eine Ideenlose Geschichte, vielen Klischees, sowie zu schwachen Charakteren, schafft es der Heist-Movie nicht ansatzweise sich gegen seine Genre-Kollegen durchzusetzen. "The Town " von und mit Ben Affleck, hat dieses Jahr das Duell ganz klar für sich entschieden.

Autor: Thomas Repenning

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