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Inhalt

Ronnie Barnhardt hat sich einer Mission verschrieben: Niemand soll den Frieden im Einkaufszentrum stören, in dem er als Wachmann für Recht und Ordnung sorgt. Unglücklicherweise beschränkt sich sein Handlungsspielraum darauf, zu beobachten und zu berichten. Doch als eines Tages ein Exhibitionist im Einkaufsparadies auftaucht, geht der Ehrgeiz mit ihm durch: Mit einer Taschenlampe bewaffnet macht er sich daran, den Eindringling zur Strecke zu bringen - möglichst bevor die Polizei da ist und ihm seinen großen Auftritt vermiest.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Nein, was war dieser Paul Blart (Kevin James) doch für ein sonniges Gemüt, wie er dort ulkig auf seinem Segway durch die Gänge sauste und seinem beruflichen Ethos als Sicherheitsmitarbeiter eines mehrstöckigen Einkaufszentrums mehr als gerecht wurde, indem er eine fiese Räuberbande in die Flucht geschlagen hat und anschließend auch noch das Herz seiner heimlichen Liebe eroberte. Mehr gibt es im Endeffekt nicht über Steve Carrs harmlose Familienkomödie„Der Kaufhaus Cop“zu sagen; und für jeden Zuschauer ist von Anfang an klar, dass sich unser etwas tollpatschiger Protagonist noch als lokaler Held etablieren wird, in dem er über sich hinauswächst. „Shopping-Center King“ scheint aus dem Papier einer ähnlichen Prämisse zu folgen und wird immerzu als erfolgloses Pendant von „Der Kaufhaus Cop“ gehandelt, wenn man denn mal wieder auf diesen zu sprechen kommt. Jody Hills beißende Satire aber könnte nicht entfernter von der 08/15-Banane „Der Kaufhaus Cop“ platziert sein.

Ronnie (Seth Rogen) ist zwar ebenfalls Angestellter der Sicherheitsabteilung in einem Kaufhaus, er jedoch nimmt seinen Job etwas zu ernst, oder besser gesagt: Er hat sich etwas zu sehr in die Bügelfalten seiner Uniform verliebt und glaubt, mit seiner minimalen Autorität hausieren gehen zu müssen. Rahmenbedingungen der Narration ist die Suche nach einem Exhibitionisten, der auf dem Parkplatz Kunden verschreckt. Das Gesicht des Wiederholungstäters ist unbekannt, sein bestes Stück hingegen hat sich Ronnie ganz genau eingeprägt und schwört vor laufenden Kameras, dass er den Unhold eigenhändig umlegen wird. Was zu Beginn zwar schon leicht seltsam erscheint, glaubt der selbstgerechte Ronnie doch tatsächlich eine Chance bei der Polizei zu haben, wenn er im Psychotest die imaginäre Pumpgun durchlädt und feuert, steigert sich von Minute zu Minute, bis es „Shopping-Center King“ dem Zuschauer ins Gesicht schreit: Gib einem Menschen einen marginalen Teil Macht in unserer Gesellschaft und du erblickst sein wahres Gesicht.

Jody Hill fordert den Zuschauer mit seiner Hauptfigur ordentlich heraus, stellt er ihm doch als Epizentrum der Handlung einen faschistischen Schulhofschläger vor die Nase, der mit rassistischen Parolen dem begrenzten Horizont frönt und vom dünkelhaften Spacko zum angsteinflößenden Psychopathen heranwächst. Wie also soll man mit einer Figur umgehen, die weder Sympathien erlaubt, aber auch vom Drehbuch nicht in ihre Einzelteile zerschlagen und geläutert wird. Ganz einfach: Mit offenen Augen. „Shopping-Center King“ romantisiert keinesfalls mit seiner derben Hauptfigur und ihrer abscheulichen Hybris; er webt sie in seine satirische Konstruktion, die die universelle Gefahr von Allmachtsphantasien – keimend aus Machtpositionen, ist klar - in zynischem Konkretum präsentiert. Dabei bedient „Shopping-Center King“ bedacht keinerlei gängige Comedy-Klischees, er torpediert sie auf der Meta-Ebene, auch wenn er in zwei Szenen (Vergewaltigung + Ronnies persönlichem Erfolgserlebnis) nicht die erhoffte Konsequenz in voller Gänze aufbringt. 

Ein widerlicher Film, kein Zweifel, aber anders hätte er nicht funktioniert, auch wenn hier ein brisanter Schritt auf dem Drahtseil getanzt wird.

Fazit

Es ist schon überraschend, was Jody Hill seinem Publikum zumutet: Eine so zynische Satire hätte man nicht erwartet, suggerieren der Trailer und die Besetzung doch klamaukige Comedy-Kost für den hohlen Zahn. Stattdessen stellt „Shopping-Center King“ die Gefahr von Machtpositionen in unserer Gesellschaft vor und sprengt nicht nur konventionelle Grenzen auf der Meta-Ebene, er ist auch verdammt unangenehm in seiner Direktheit, auch wenn er den Ton nicht immer trifft.

Autor: Pascal Reis

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