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IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
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Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
Cast: Reeves

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Wichtig ist das der Name dennoch so komplett wie möglich geschrieben wird, da bei z.b. "Nolan" auch als Vorname existiert.

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Erwähnungen

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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

DJ Dre (Katy O'Brian), plant im New Yorker Stadtteil Brooklyn eine große Lagerhaus-Party mit Drag-Show, dabei läuft so einiges schief. Der Hauptact sagt ab, die Toiletten sind verstopft und pünktlich zum Start schauen auch noch mehrere Hetero-Influencer vorbei, die Ärger machen könnten.  Als dann mitten in der Nacht eine Zombie-Apokalypse ausbricht und eine Menge Untote versuchen, in ihren Club einzudringen, muss die bunt gemischte Truppe aus Dragqueens, Club-Kids und Partygästen ihre persönlichen Dramen und Rivalitäten beiseitelegen. Bewaffnet mit High Heels, Glitter und Cocktailshakern kämpfen sie gemeinsam ums pure Überleben gegen die gehirnhungrigen Untoten.

Quelle: themoviedb.org

Kritik

​George A. Romero gilt aus gutem Grund als so etwas wie der Urvater des „modernen“ Zombiefilms. Er selbst hat die Kreatur zwar nicht erfunden – ihre Wurzeln liegen vielmehr in der Karibik, der Sklaverei und dem Voodoo – aber er war es, der den Zombies jene Facetten verliehen hat, für die wir sie so sehr lieben und schätzen: den Appetit auf Menschenfleisch in Verbindung mit dem Potenzial, das Ende der Menschheit herbeizuführen. Die Filme seiner „Dead“-Trilogie, bestehend aus Night of the Living Dead (1968), Dawn of the Dead (1978) sowie Day of the Dead (1985) gelten selbst nach all den Jahren noch als wegweisende Meisterwerke des Horrorgenres – auch wenn Romeros spätere Ausflüge ins Zombiegenre (das gilt insbesondere für Diary of the Dead sowie Survival of the Dead) an die Qualitäten seiner einstigen Werke bei Weitem nicht mehr heranreichen konnten.

Mit Queens of the Dead ist nun ein weiterer Zombiefilm aus dem Hause Romero erschienen, der im Juli 2026 seine Weltpremiere feierte und seit dem 29. Oktober auch hierzulande in einigen Kinos gezeigt wird. Allerdings saß dieses Mal nicht der bereits im Juli 2017 verstorbene George auf dem Regiestuhl, sondern seine Tochter Tina, die hiermit ihren ersten Langfilm abliefert. Tina Romero, die ihrerseits auch am Drehbuch mitgewirkt hat, erzählt uns in ihrer Horrorkomödie Queens of the Dead von einer Gruppe hauptsächlich queerer Leute, die eigentlich nur eine wilde New Yorker Partynacht verbringen wollten und sich stattdessen wider Erwarten mit dem Ausbruch einer Zombieepidemie konfrontiert sehen. Also heißt es, nachdem der erste Schrecken überwunden ist, sich zu verbarrikadieren und potenzielle Fluchtmöglichkeiten auszuloten. Für Zombiefans im Kern also nichts Neues. Womit sich Queens of the Dead hingegen abheben kann, sind seine Protagonist*innen.

Denn während Personen aus dem LGBTQ+-Umfeld in vielen anderen (Horror)Filmen kaum mehr als Rand- bzw. Nebenfiguren sein dürfen – der Anschein von echter Diversität will ja schließlich zumindest alibihaft gewahrt werden –, sind sie bei Romeros Film „echte“ Haupt- bzw. Identifikationsfiguren. Allerdings darf die Art und Weise, wie sich hier viele, wenn auch bei Weitem nicht alle, Charaktere verhalten, durchaus kritisch betrachtet werden. Auffallend viele Figuren verfügen über eine überzeichnete Gestik sowie Mimik, eine affektierte Sprache und weisen oftmals ein schrilles, theatralisches, überdrehtes, gerne auch egozentrisches Auftreten auf. Drogen, das eigene Aussehen sowie der Bekanntheitsgrad auf Social Media spielen ebenfalls zentrale Rollen. Dies führt dazu, dass die dargestellte LGBTQ+-Szene beinahe zu so etwas wie einer oberflächlichen, künstlichen und sehr stark ich-zentrierten Partywelt verkommt. Andererseits ist der Film nun mal im Umfeld der Drag-, Influencer- und Künstlerszene angesiedelt, wo ein solches Auftreten vermutlich tendenziell tatsächlich öfter vorzufinden ist als andernorts. Aber zum Glück gibt es ja auch noch geerdete Figuren sowie genug positive Charakterzüge.

Außerdem zeigen sich die Darsteller*innen, darunter Katy O'Brian (Love Lies Bleeding), Nina West (Weird: The Al Yankovic Story) sowie Jaquel Spivey (Mean Girls) spielfreudig und hauchen ihren Figuren das nötige Leben ein. Was jedoch den Horror-Aspekt angeht, so ist bei Queens of the Dead kaum etwas zu holen. Tina Romero ist deutlich mehr daran gelegen Gags zu generieren, als Schrecken zu erzeugen. Und so geht selbst das insgesamt gar nicht mal so häufige Auftreten der Zombies nur allzu gerne mit humoristischen Momenten einher, von denen der Film ohnehin bereits ausreichend besitzt. Eine deutlichere Trennung von potenziell furchterregenden Sequenzen und Comedy wäre hier die bessere Wahl gewesen – gerade, weil beides auch nie derart auf die Spitze getrieben wird, dass daraus – wie zum Beispiel bei Braindead – eine besondere Stärke entstünde. Beim Make-up der Untoten hat sich das Filmteam überdeutlich an jenem aus Dawn of the Dead orientiert. Nur dass anstelle von mattem Blau ein glänzendes Grau-Grün zum Einsatz kommt. Detailreiche Zombiemasken sucht man dementsprechend vergebens.

Auch davon, dass man sich bei Queens of the Dead inmitten der Millionenmetropole New York befinden soll, merkt man wenig, da sich die Handlung nahezu ausschließlich in Innenräumen abspielt. Dies war bei den alten „Dead“-Filmen ihres Vaters zwar ähnlich, aber es gab (gerade bei Dawn of the Dead und Day of the Dead) dennoch ausreichend Außenszenen, die – neben der ohnehin schon beklemmenden, ja regelrecht apokalyptischen Atmosphäre - dafür gesorgt haben, dass man keinerlei Zweifel am drohenden Niedergang der Menschheit hatte. Bei Queens of the Dead bleibt dieses bedrückende Gefühl leider gänzlich aus. Und ja, der Film ist eine Horrorkomödie, aber das sind Shaun of the Dead oder Zombieland ebenfalls, nur bekommen diese den Brückenschlag von Komik zu Bedrohlichkeit, wann immer sie es wollen, problemlos zustande. Was hingegen Erinnerungen an die Kulttrilogie ihres Vaters aufkommen lässt, sind einige eingestreute Verweise.

Diese reichen von einem abgewandelten Musikstück über die Verwendung eines alten Röhrenfernsehers bis hin zu einem kurzen Gastauftritt von Spezialeffektlegende Tom Savini (Land of the Dead). Ob diese eher ein Zeichen mangelnden Vertrauens in die eigene Regieleistung oder eine liebevolle Verbeugung vor dem eigenen Vater sind, bleibt indes unklar. Jedenfalls nehmen sie keine störenden Ausmaße an. Ebenfalls seinen Weg in den Film gefunden hat der Sozialkommentar, den man bei George A. Romeros Zombieklassikern heraus- oder teilweise auch hineinlesen konnte. Hineinlesen deshalb, weil z. B. die Hautfarbe der Hauptfigur aus Night of the Living Dead, anders als es ihr gerne zugeschrieben wird, ursprünglich keine tiefere Bedeutung besaß – der Mann war schlichtweg der beste Schauspieler, den man für die Rolle finden und sich finanziell leisten konnte. Romeros Tochter setzt diese Tradition fort, indem sie Zombies zeigt, die durch die Straßen stolpern und dabei den Blick nicht von den in ihren untoten Händen gehaltenen Smartphones lassen können.

Nur ist dies weder subtil noch besonders clever, weswegen es genauso gut weggelassen oder noch besser, durch etwas wahrhaft Geistreiches hätte ersetzt werden können. Aber Tradition ist eben Tradition, auch dann, wenn einem selbst nicht viel dazu einfällt. Bei all der Kritik sollte jedoch nicht vergessen werden, dass es sich bei Queens of the Dead um ein Langfilmdebüt handelt und als solches ist es im Grunde mehr als ordentlich geworden. Die zentralen Figuren sind liebenswert, das Setting ist schön schrill und die Action- bzw. Goreszenen mögen zwar rar sein, sind dafür aber tricktechnisch solide umgesetzt. Queens of the Dead ist kein neuer Zombiehit, kein angehender Kultstreifen, aber immerhin ein unterhaltsamer Genrebeitrag, der einen mehr als einmal schmunzeln lässt. Man darf daher gespannt sein, was Romeros nächstes Projekt sein wird und ob sie sich traut, die Pfade ihres Vaters zu verlassen und eigene Wege zu gehen. 

Fazit

Mit „Queens of the Dead“ tritt Tina Romero in die Fußstapfen ihres Vaters und lässt dabei die Toten wieder auferstehen. Doch anstatt düster, bedrückend und eindringlich zu sein, geht es hier über weite Strecken hinweg regelrecht locker und heiter zu. Quasi ein schrilles Feuerwerk aus Gags, Glitzerstaub und Blutspritzern. Der Streifen hat zwar durchaus seine Schwächen, aber besser als die letzten beiden Zombiefilme ihres Vaters ist dieser hier allemal.

Kritik: Constantin Wieckhorst

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