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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Ein fürchterlicher Autounfall! Die scheinbar unverletzten Nathan und Daniel merken schnell: sie sind tot, gefangen in einer bizarren Zwischenwelt. Nathan erwartet die entsetzliche Abrechnung seiner Sünden. Er trifft auf die kleine Nina, die wohl ihre Eltern getötet hat. Und er muss das grausame Mobbing-Schicksal einer verzweifelten Teenagerin ertragen. Die Hölle - sie hat gerade erst begonnen.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Der unheilvoll klingende Titel Pandemonium erweckt verschiedene okkulte Assoziationen: Vom satanischen Palast, über gefallene Engel bis hin zur alles vernichtenden Apokalypse – all das eingebettet in literarische und künstlerische Rezeptionen. Es bildet sich also ein inspirierender Hintergrund, den der Künstler Quarxx für seine Horror-Anthologie gewählt hat. Geprägt hätten ihn in seinem Filmschaffen David Lynch (Mulholland Drive), Gaspar Noé (Climax) und Darren Aronofsky (mother!). Das kann man den Geschichten seines Höllen-Sammelsuriums anmerken. Den erzählerisch nur lose zusammenhängenden Kapiteln sind Mindfuck, Mordbides und Metaphysisches gemeinsam. 

Gemeinsam sind ihnen auch ihre Motive: Familienverhältnisse, Schuld, Geburt und Tod. Mit mehr Subtilität hätten sie sich zu einem überzeugenden Stimmungsbild vermengen können, hätte man sie noch mehr im Vagen gelassen und sich für eine weniger narrative Erzählweise entschieden. Hier sind die Kapitel jedoch narrativ konventionell voneinander getrennt und wirken gleichzeitig willkürlich gewählt. Das verleiht dem Film den Eindruck der Zufälligkeit und lässt den Bogen, den Quarxx bei seiner Höllenreise spannt, nicht aufgehen. Erwähnenswert bleiben dennoch die handwerklichen Qualitäten der einzelnen Kapitel: Nicht nur in puncto Maske und Make-up überzeugt der Film auf voller Länge. Auch aus seinen Set-Designs, vom Goth-artigem Anwesen bis zur klaustrophobischen Hölle, gewinnt er Atmosphäre. Abgerundet wird das Ganze von einem dramatischen Score, der immer wieder mit sakral anmutenden Klängen spielt.

Pandemonium balanciert zwischen diffuser Melancholie und dystopischer Jenseits-Schau. Der deutsche Beititel „Die Hölle kennt keine Vergebung“ ist Programm. Als düsterer Seufzer über das menschliche Schicksal funktioniert das. Dennoch scheint es wünschenswert, Quarxx hätte die Fährte der ersten Episode seines Filmes weiter verfolgt: Das Zwiegespräch zwischen Diesseits und Jenseits hätte anregendere und beunruhigendere Gedanken erlaubt. Die Hoffnungslosigkeit, mit der uns der Film entlässt, paart sich auf wenig befriedigende Weise mit der Ziellosigkeit des Drehbuchs. Als weniger narratives Stimmungsbild hätte Pandemonium eine stärkere Wirkung frei vom frustrierenden Handlungsverlauf entfalten können.

Fazit

"Pandemonium" hat eine interessante Prämisse und wählt mit dem Konzept einer Horror-Anthologie einen vielversprechenden Ansatz, um diese zu verwirklichen. Leider mag sich aus den handwerklich kompetent umgesetzten Einzelkapiteln kein stimmiges Gesamtbild puzzeln lassen. Es bleibt ein diffuses Stimmungsbild, dem man eine noch stärkere Befreiung von den Narrativen seines Drehbuchs gewünscht hätte.

Kritik: Maximilian Knade

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