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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Die Tochter des ehemaligen Soldaten Danny wird schon wieder entführt und nun muss er alles dafür tun, um sie zu befreien.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Bei manchen Filmen fragt man sich ernsthaft, ob es unbedingt erforderlich war, Teil 2 zu drehen. Leider gehört One Mile: Chapter Two zu solchen Filmen, bei denen eine Fortsetzung als mehr oder weniger sinnlos erscheint. Die Tochter eines ehemaligen Soldaten wird schon wieder entführt, doch allein daraus kann man noch nicht schließen, dass der Film vollkommen überflüssig sein wird. Wenn man sich jedoch den gesamten Handlungsverlauf genau ansieht, dann wird klar, dass Teil 2 nur ein belangloses Echo von Teil 1 ist. Alles wird von Szene zu Szene unlogischer, weil nahezu die gesamte Kernhandlung von One Mile: Chapter One einfach wiederholt wird. Dabei wird nicht nur die Entführung an sich reproduziert, sondern auch die Örtlichkeiten bleiben dieselben. Wie kommt man nur auf die Idee, eine so ähnliche Geschichte im 2. Teil nochmal zu verfilmen? Nur weil es bei 96 Hours mit Liam Neeson mit der Fortsetzung funktioniert hat, heißt es nicht, dass es bei jedem anderen Nullachtfünfzehnfilm funktioniert. Vor allem nicht, wenn dieselbe Person vom selben Bösewicht entführt wird und zu dem exakt gleichen Ort gebracht wird wie in Teil 1.

Man könnte glatt glauben, dass das Filmteam zu viel Material für den einen Film hatte und sich nicht traute, irgendetwas davon rauszuschneiden. Im Ergebnis mussten dann vielleicht aus dem Material zwei Filme gemacht werden. Anders kann man sich nicht vorstellen, wieso man einige Szenen nicht einfach schon im ersten Teil eingefügt hat. Es wäre auf jeden Fall möglich gewesen. Doch das Allerschlimmste an Chapter Two ist der Sektenführer, der von C. Thomas Howell (Die Outsider) verkörpert wird. Während man im 1. Teil wegen geringerer Screenzeit noch nicht bemerkt, dass seine Ausstrahlung nicht mal ansatzweise „böse“ ist, wirkt es in Chapter Two nur noch wie ein schlechtgelaunter Weihnachtsmann. Seine Figur soll aber mächtig und gefährlich sein. Das hat man zumindest den anderen Darstellern mitgeteilt, denn sie tun so, als hätten sie furchtbare Angst vor dem Sektenführer, der eher wie ein Opa auf Valium wirkt. Dann hält er auch noch eine völlig belanglose Rede über vergiftetes Wasser und man fragt sich, warum man ihm überhaupt einen Monolog anvertraut hat. Während manche Schauspieler, so wie Edward Norton (Glass Onion: A Knives Out Mystery) bei den Monologen, geradezu aufblühen, scheint nicht einmal C. Thomas Howell selbst zu glauben, was er da erzählt.

Als kleiner Lichtblick bleibt die actionreiche und am Ende sogar eine emotionale Darbietung von Ryan Philippe (Summit Fever), der offensichtlich alles gibt, was er kann. Erstaunlicherweise wird man sogar ein wenig überrascht. Das reicht zwar nicht, um den Film aufzuwerten, doch man bemerkt wohlwollend, dass der Regisseur es zumindest versucht hat. Man weiß zwar nicht, was er genau mit dieser Nachahmung seiner eigenen Leistung zu sagen versuchte, doch der Wille war auf jeden Fall da. Insgesamt bleibt Chapter Two deutlich hinter den Erwartungen zurück und hat leider auch keine Spannung mehr zu bieten. Wenn man die gleiche Story nochmal sieht, dann kann man sich schon denken, was passieren wird, und im Großen und Ganzen passiert genau das, was man erwartet.

Fazit

Ein belangloser Abklatsch von Chapter One. Während man Teil 1 noch als fesselnd betrachten konnte, wird man bei "One Mile: Chapter Two" das Gefühl nicht los, dass man das alles schon mal gesehen hat. Dieser Film ist wie ein vollkommen unlogisches Dé­jà-vu. 

Kritik: Yuliya Mieland

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